Tierheim
In Beckstetten können Urlauber Hunde und Katzen zur Pflege abgeben

Jedes Jahr hört man von Haustieren, die von ihren Besitzern während der Ferienzeit ausgesetzt werden. Einen Zusammenhang zwischen den Sommerferien und der Zahl der ausgesetzten Hunde oder Katzen erkennt man im Tierheim Beckstetten allerdings nicht.

<< In den Ferien gibt es keinen besonderen Anstieg bei den ausgesetzten Haustieren >>, sagt der Vorsitzende des Tierschutzvereins Kaufbeuren und Umgebung, Stephan Bachschmid.

Dass Hunde einfach an einen Baum angebunden werden oder ein Karton voll Meerschweinchen vor dem Tierheim abgestellt wird, passiere zwar gelegentlich, jedoch unabhängig von den Haupturlaubszeiten. Wird ein Tier ohne Besitzer gefunden, wird es erst einmal im Heim aufgenommen. Dort wird dann versucht, seinen Halter zu ermitteln. Wird dieser nicht sofort gefunden, wird das Tier zunächst von einem Tierarzt untersucht. << Kann dann immer noch kein Halter ausfindig gemacht werden, wird das Tier nach etwa vier bis sechs Wochen zur Vermittlung freigegeben >>, erklärt Tierpflegerin Lisa Fleschhut. 58 Hunde sowie 234 Katzen seien im vergangenen Jahr auf diese Art und Weise im Beckstettener Tierheim gelandet.

Wer will, dass sein Haustier während des Urlaubs optimal versorgt ist, kann es für maximal vier Wochen gegen ein Entgelt im Tierheim abgeben. Da dieses im Sommer aber meistens voll belegt ist, rät Bachschmid dazu, frühzeitig einen Platz für die tierischen Mitbewohner zu reservieren. In der Pension werden sie dann von Tierpflegern versorgt und haben gleichzeitig noch Kontakt zu Artgenossen. Es komme allerdings immer öfter vor, dass zur Pension abgegebene Tiere nach dem Urlaub nicht mehr abgeholt würden. Das Tierheim bleibe dann auf den Kosten sitzen.

Die Finanzierung des Tierheims sei ohnehin schwierig. << Das Geld, das wir von den umliegenden Gemeinden bekommen, reicht nicht aus >>, so Bachschmid. Der überwiegende Teil der Kosten werde durch Spenden oder Erbschaften finanziert. Anders wären die benötigten Mittel von etwa 300000 Euro pro Jahr kaum zu decken.

Will man sich ganz von seinem Tier trennen, ist es am besten, dieses persönlich im Tierheim abzugeben. Dabei sollte man den Impfpass des Tieres mitbringen und möglichst viel Informationen erzählen können, sagt Bachschmid. Dadurch sei das Tier leichter weiterzuvermitteln. Die meisten Tiere fänden nach etwa zwei oder drei Monaten einen neuen Besitzer.

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