Denkmalschutz
Hoffen auf einen Kompromiss

Der Streit um die Sanierung der Grundschule in Unterdießen könnte möglicherweise außergerichtlich gelöst werden. Diese Hoffnung hat Bürgermeister Dietmar Loose nach einem Treffen, das vor Kurzem mit dem Landesamt für Denkmalschutz stattgefunden hat. Ein Kompromiss scheint derzeit aber noch in weiter Ferne.

Sechs Zentimeter

Zur Vorgeschichte: Die Gemeinde hat bereits vor einigen Wochen einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht in München gestellt (wir berichteten). Dabei geht es um die künftige Außendämmung der Schule. Das Landesamt hat es strikt abgelehnt, dass sechs Zentimeter dicke Platten auf die Außenwand montiert werden. Begründet wird dies damit, dass die Proportionen des Gebäudes zu stark verändert würden. Die Kommune ist dagegen der Meinung, dass nur eine Dämmung ab sechs Zentimetern Stärke einen energetischen Nutzen hat.

Bei dem Treffen legten nun beide Parteien noch einmal ihre Standpunkte dar, um «zu einer gütlichen Lösung zu kommen», wie Bürgermeister Loose betont. Allerdings sind die Positionen weiter verhärtet. «Sie haben ihre Meinung, wir haben unsere», so der Rathauschef.

Abhilfe könnte jetzt ein «unabhängiger Experte» schaffen, der mit ins Boot geholt wird. «Wir haben jemanden, der Erfahrung mit der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden hat.» Der Fachmann soll klären, ob es andere «machbare Lösungen» gibt. Sollte der Fall doch vor Gericht landen, schätzt Loose die Chancen der Gemeinde auf «fifty-fifty».

Zaunmauer wird abgerissen

Nicht viel einfacher war der Fall bei der baufälligen Zaunmauer und deren Säulen an der Grundschule. Nachdem das Landesamt grünes Licht für einen Abbruch gegeben hatte, beschloss nun auch der Gemeinderat den Abriss und einen Neuaufbau. Entstehen sollen Granitsäulen mit einem Lattenzaun dazwischen. Zuvor hatte die Gemeinde zwei Jahre lang über die Maßnahme verhandelt.

Unterdessen gehen die Planungen für die Grundschul-Sanierung weiter voran. Der Gemeinderat beschloss zum einen den Abschluss eines Architektenvertrages, zum anderen wurde ein Ingenieurbüro für die Planung der Heizungs- und Lüftungsanlage beauftragt. Die Gesamtkosten dafür liegen bei 72000 Euro, wobei die Gemeinde für den Architektenvertrag Fördergelder bekommt.

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