Jahresversammlung
Heimatverein wählt Herbert Sedlmair zum neuen Vorsitzenden

Es fing alles mit der Kirchturmuhr an. 240 Jahre lang hatte sie den Buchloern die Stunde geschlagen und 1987 musste man aus der Buchloer Zeitung erfahren, dass die vom «Großuhrmacher» Thomas Barnsteiner 1742 gefertigte Uhr abgebaut und an das Heimatmuseum Seeg als Leihgabe abgegeben worden ist. Das wollten einige heimatkundlich interessierte Bürger um Kirchenmalermeister Franz Hartmann nicht so hinnehmen und schon zehn Monate später gründete sich der Buchloer Heimatverein.

Der Kauf der «alten Raiffeisenbank» durch die Stadt war dann der Grundstock für das Heimatmuseum, das 1997 eröffnet wurde. Erster Vorsitzender in der nunmehr 24-jährigen Vereinsgeschichte war immer Hartmann. Bei der Jahresversammlung legte er nun aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz nieder. Auch seine Lebensgefährtin Gisela Fischer, die 16 Jahre lang als Schriftführerin den Verein unterstützte, kandidierte nicht mehr.

Mit bewegenden Worten bedankte sich Dritter Vorsitzender Alois Panhans: «Was der Franz mit dem Museum geschaffen hat, ist ein Lebenswerk», sagte er. Der Verein habe mit Hartmann als Fachmann, «der etwas versteht», ein wahnsinniges Glück gehabt.

Hartmann bezeichnete in seinem Rückblick das Museum mit seinen 650 Quadratmetern Fläche als «Werk der Gemeinschaft». Das Gesamtkonzept sei «auf Jahrzehnte» ausgelegt worden. Er selbst habe sich dort «ausleben» können und das Museum werde auch weiterhin seine «zweite Heimat» bleiben. Im Museumsbetrieb hätten insbesondere die Sonderausstellungen wie «175 Jahre Eisenbahn in Bayern» auf dem Schrannenboden sowie die weihnachtliche Lesung mit Peter Pius Irl großen Anklang gefunden.

Zum Nachfolger wählte die Versammlung Herbert Sedlmair. Neuer Schriftführer wurde Hanspeter Eberhardt. Sedlmair will Bewährtes weiterführen und doch ein «paar neue Ideen» einbringen. Das Museum sei das «Gedächtnis eines Ortes, somit der Kopf». Er lege auch künftig großen Wert auf die Fachkompetenz Hartmanns.

Ein weiteres Anliegen sei, die Umgebung mehr zu vernetzen. Unter anderem ist bereits am 12. März ein Treffen der Heimatforscher aus Buchloe und Umgebung geplant. Und er will mit allen Vereinen gut kooperieren. Prinzipiell sollte man sich aber nur mit Dingen beschäftigen, die «unsere nähere Heimat betreffen». Wie mit einer Tagesfahrt «Auf den Spuren der Römer» nach Epfach-Forggensee-Kohlhunden.

Auch Bürgermeister Josef Schweinberger bedankte sich bei Hartmann und Fischer für das langjährige Engagement, für die «Schaffung dieses Werkes». Die Stadt werde den Verein auch weiterhin begleiten.

Der Heimatverein hat mittlerweile auch eine eigene Homepage

www.heimatverein-buchloe.de

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