Bauausschuss
Gymnasiums-Steg über Gennach bei Buchloe wird deutlich teurer

Mehr als doppelt so teuer wie bislang geschätzt wird der geplante Gymnasiums-Steg über die Gennach. Statt 25 000 Euro kommen nun etwa 60 000 Euro auf die Stadt an Kosten zu. Der Bauausschuss vertagte das Thema nach einer Ortsbesichtigung. Nun soll der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Dienstagabend (Beginn 19 Uhr) entscheiden.

Der Stadtrat hatte im Februar beschlossen, das kleine Brückerl zu bauen, damit die Kinder vor allem aus Richtung Lindenberg und dem Buchloer Süden leichter zum neuen Gymnasium kommen. Damals ging man von geschätzten Kosten in Höhe von rund 25 000 Euro aus.

Mittlerweile wurde das Flussbett der Gennach jedoch renaturiert. Die Folge: An der Stelle des geplanten Übergangs befindet sich jetzt eine kleine Insel; die Länge des Steges wäre nun etwa doppelt so lang als ursprünglich angenommen. Mehr als doppel so hoch lägen somit auch die Kosten für den Steg, machte Stadtbaumeister Herbert Wagner bei der Ortsbesichtigung deutlich.

Dabei ging es in erster Linie darum, den genauen Stadtort für das Brückerl festzulegen. Voraussichtlich – das zeichnete sich ab – soll es nahe der Lindenberger Straße gebaut werden; dort, wo die Verlängerung des Weges direkt auf den Eingang des Gymnasiums träfe.

Der Entscheidung pro Brückerl im Februar war eine lange und leidenschaftlich geführte Diskussion über Wege vorausgegangen, die das neue Gymnasium künftigen anbinden sollen.

Vor allem die Planung des Steges stieß bei Anwohnern im Buchloer Süden auf Widerstand. 37 Personen hatten damals einen Antrag an die Stadt unterzeichnet, indem sie fordern, darauf zu verzichten. Dem schloss sich auch die Frauenunion der CSU an.

Die Anwohner befürchteten vor allem, dass der bestehende Spielplatz an der Gennach und ihr Wohnumfeld durch eine Steg-Anbindung von Schülern künftig als Pausenplatz genutzt wird, 'um sich der Aufsicht zu entziehen'. Zudem sei die Bebauung rund um den geplanten Steg schon jetzt 'relativ eng, sodass es Probleme vor allem mit dem ruhenden Verkehr gibt', argumentieren damals die Anlieger.

Auf Antrag von Herbert Barthelmes (CSU) wird sich nun der Stadtrat erneut mit dem Thema befassen. 'Wir sind im Winter von 25 000 Euro ausgegangen. Ich denke, wir sollten es aufgrund der massiven Kostensteigerung hier bei einer Vorberatung belassen', meinte er. Dieser Auffassung schlossen sich seine Ratskollegen an.

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