Special Großbrände im Allgäu SPECIAL

Feuer
Großbrand: Helfer befreien 150 Tiere

Von völlig verschreckten Tieren, die in Panik die Helfer umrannten und zurück in die Flammen wollten, erzählen die Nachbarn auch am Sonntagvormittag noch fassungslos, während die verkohlten Trümmer eines Bauernhofes in der Waaler Schulstraße immer noch rauchen und qualmen. Am frühen Samstagnachmittag war aus noch nicht geklärter Ursache ein Feuer in dem landwirtschaftlichen Anwesen ausgebrochen. Die Stallungen brannten komplett ab, das alte Wohnhaus, das schon seit mehreren Jahren nicht mehr bewohnt war, wurde stark beschädigt.

Den Gesamtschaden beziffert die Polizei nach ersten Schätzungen auf mindestens 400000 Euro.

Zwei Kälber starben in den Flammen. Etwa 150 Kühe und Jungrinder konnten dank des engagierten Eingreifens zahlreicher Helfer aus dem Singoldmarkt gerettet werden. Die Tiere wurden vorübergehend in zwei Ställen in Emmenhausen und Oberostendorf untergebracht. << Sieben Personen, fünf Familienangehörige und zwei Nachbarn, klagten über Atembeschwerden und wurden vom Rettungsdienst vorsorglich zur Überwachung ins Krankenhaus gebracht >>, meldet die Polizei. Augenzeugen berichten, dass die Flammen bis Bronnen zu sehen waren.

Gegen 14 Uhr waren bei der Polizei mehrere Notrufe über einen brennenden Bauernhof am nördlichen Ortsrand von Waal eingegangen. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand der landwirtschaftliche Teil bereits in Vollbrand. Die Flammen hatten auch schon auf den nicht mehr genutzten Wohntrakt übergegriffen. Rund 150 Feuerwehrleute aus Waal, Waalhaupten, Emmenhausen, Bronnen, Buchloe, Jengen, Ummenhofen und Ketterschwang waren im Einsatz. Ihnen gelang es, dass die Flammen nicht auf das Wohnhaus und den neueren Laufstall sowie andere benachbarte Gebäude übergriff. Vor Ort waren außerdem auch etwa 30 Kräfte des Rettungsdienstes.

Waaler halten Brandwache

<< Die Brandwache in der Nacht zum Sonntag wurde von Mitgliedern der Feuerwehr Waal übernommen >>, berichtet der Waaler Kommandant und Einsatzleiter Markus Fischer. Die kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung übernimmt der Kriminaldauerdienst Memmingen. Große Teile der Gebäude konnten wegen immer noch bestehender Glutnester und teilweiser Einsturzgefahr noch nicht betreten werden.

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