Ausbildung
Gipfeltreffen der besonderen Art

Leise wird die Türe zum Klassenraum geschlossen. Etwas irritiert blicken sich die Neuankömmlinge um: Über 70 ihrer Mitschüler sitzen bereits dicht gedrängt im verdunkelten, stickigen Raum zusammen. Manche von ihnen sind in Anzug und Krawatte kaum wieder zu erkennen.

Voller Erwartung blicken alle auf den Mann, der gerade die letzten Vorbereitungen für seinen Vortrag trifft. Polizeihauptkommissar Harald Wild wird gleich über die Ausbildung bei der Polizei berichten. Er ist einer von vielen Teilnehmern, die beim Ausbildungsgipfel der Realschule Buchloe ihre Branche vorstellen.

Jeweils vier Vorträge

Bereits zum vierten Mal fand die Veranstaltung statt. 20 Firmen aus der Region stellten dabei heuer 24 verschiedene Lehrberufe vor. Dabei durften sich 176 Neuntklässler jeweils vier Vorträge aussuchen, die ihren Berufswünschen entsprachen. Während sich für das Berufsbild des Erziehers heuer mehr Mädchen begeisterten, informierten sich bei der Firma Hilti aus Kaufering vermehrt Buben über Mechatronik und Elektronik.

Zwischen den einzelnen Darbietungen blieb den Referenten Zeit, sich im «Gipfel-Bistro» Kuchen und kleine Häppchen schmecken zu lassen. «Unser Dank gilt hier insbesondere dem Elternbeirat unter dem Vorsitz von Andrea Hölzl», sagte Konrektor und Mitorganisator Friedrich Braß. Ohne deren Unterstützung sei das Angebot nicht in diesem Maße möglich gewesen.

Die Zahl der Betriebe, die einen Ausbildungsberuf vorstellen, werde immer größer, erklärte Braß. Neben dem Berufsbild des Erziehers und des Mechatronikers standen in diesem Jahr auch Berufe wie Zahnarzthelfer, Bauzeichner, Schreiner, Metallbauer, Gold- und Silberschmied sowie die unterschiedlichsten Ausbildungen im kaufmännischen Bereich zur Auswahl. «Uns freut es besonders, dass viele Firmen sich jedes Jahr wieder dazu bereit erklären, am Ausbildungsgipfel unserer Schule mitzuwirken», sagte der Initiator des Projekts, Rudolf Bauer. Für die Schüler sei das die Möglichkeit, ganz unverbindlich in die verschiedensten Berufe hineinschnuppern zu können. Bauer: «So können wir ihnen die Wahl des passenden Berufs erleichtern.»

Zahlreiche Fragen

Dass dieses Angebot von Schülerseite gerne angenommen wird, zeigten die zahlreichen Fragen der Schüler am Ende der jeweiligen Vorträge. Manch einem wurde aber auch bewusst, dass der eben vorgestellte Beruf nicht den eigenen Interessen entspricht.

«Ich fand den Vortrag der Polizei zwar echt interessant, habe aber gemerkt, dass das nichts für mich ist», erklärte Massimo Zeller. Er könne sich eine Ausbildung als Bankkaufmann besser vorstellen.

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