Betreutes Wohnen
Gemeinderat Fuchstal verschiebt die Entscheidung über Betreutes Wohnen

Bedenken an der Gestaltung und Größe des Gebäudes sorgten dafür, dass der Fuchstaler Gemeinderat die Entscheidung über den Bau der Anlage für das 'Betreute Wohnen' in Asch noch einmal aufgeschoben hat. Einzelne Räte störten sich vor allem daran, dass neben dem Erdgeschoss noch zwei voll ausgebaute Etagen geplant sind, um die insgesamt 18 Wohnungen aufzunehmen. Dies widerspreche dem dörflichen Charakter, befürchtet man.

Wie berichtet, will ein Antragsteller das leer stehende große Bauernhaus mitten in Asch von der Gemeinde erwerben und dort 18 jeweils etwa 80 Quadratmeter große Eigentumswohnungen bauen.

In der Sitzung stellten nun die Architekten Manfred Kratz und Susanne Mayer vom Büro Kratz in Kaufering die Planung vor.

'Verstädterung'

An dem mächtigen Baukörper wurde jedoch Kritik laut. Rupert Turrina sprach von einer 'Verstädterung', Josef Weber von einem 'riesig großen Klotz'.

Johannes Wolffhardt befürchtete einen 'Schaden für das Ortsbild' und kritisierte weitere Details in der Planung wie etwa den Glasvorbau.

Offensichtlich einverstanden waren die Räte hingegen mit dem vom Antragsteller Heiner Schäble vorgelegten Konzept. Es sei vertraglich sichergestellt, dass nur Personen über 50 Jahre dort wohnen dürfen, zerstreute er eine der Bedenken der Räte.

Abgeschlossen werden muss von den Eigentümern ein Servicevertrag, der eine regelmäßige Beratungsgelegenheit in sozialen Angelegenheiten im Haus beinhaltet. Ihm sei es wichtig gewesen, erklärte Schäble, die barrierefreien Wohnungen gleich groß anzulegen, um soziale Gegensätze zu verhindern.

Für derartige Eigentumswohnungen bestehe eine hohe Nachfrage, versicherte er; eine Verringerung der Anzahl sei wirtschaftlich nicht vertretbar. Auf Wunsch der Räte sollen nun die beiden Planer Alternativen erarbeiten, bei denen insbesondere auf der Nordseite die Wandhöhe verringert wird.

In der Zwischenzeit wollen die Fuchstaler Volksvertreter bereits bestehende oder im Bau befindliche Anlagen wie etwa in Penzing, Pürgen und Schwifting in Augenschein nehmen. Am 27. September wird sich das Gremium dann erneut mit dem Thema beschäftigen.

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