Frauenfrühstück
Frauenfrühstück in Buchloe - Eine Anleitung zum Glücklichsein

Auf durchwegs positive Resonanz stieß das jüngste «Buchloer Frauenfrühstück» im Foyer des Hauses der Begegnung. Vor allem die Art und Weise, wie die Referentin Birgit Meinhardt das Thema «Die Kunst, glücklich zu sein» vermittelte, bildete den Höhepunkt des Vormittags.

Die Religionspädagogin, Logotherapeutin und Kommunikationstrainerin aus Kaufbeuren meinte eingangs in der heutigen «Spaßgesellschaft» wollten alle glücklich sein, dies schaffe oft Druck und Verantwortlichkeit. Dem einzelnen werde suggeriert, er könne - meist mithilfe von Konsum - glücklich sein, wenn man es nur wolle. Gemeint sei dabei in der Regel ein kurzes «Wohlfühlglück», ein angenehmes «Feeling», das nicht von Dauer sein könne. Die Methoden, dies zu erreichen oder zu verlängern, führten meist unweigerlich in Suchtverhalten.

Ein echtes, auf Dauer angelegtes Glück hingegen resultiere laut Meinhardt daraus, zu akzeptieren, «dass das Leben aus Hochs und Tiefs besteht». Wichtig sei es, dass man lerne, das Leben in dieser Polarität auszuhalten, dennoch eine grundlegende Zufriedenheit zu entwickeln und aus dieser die Stärke zu beziehen, auch etwaige Krisen zu meistern.

Gerade in der Erfahrung von Leid sei es nicht sinnvoll, zu fragen «Warum gerade ich?», sondern die Situation als Aufgabe, die das Leben einem stellt, zu begreifen.

Bei diesem Weg zum Glück kommen laut der Referentin, die sich in ihren Thesen unter anderem auf Victor Frankl bezieht, als tragende, sinnstiftende Pfeiler neben den «schöpferischen Werten», die in Form von Talenten, Fähigkeiten und Begabungen, die in einem selbst schlummern, und den «Erlebniswerten», die als wertvoller Input von außen kommen, hauptsächlich den sogenannten «Einstellungswerten» eine entscheidende Rolle zu.

Dabei gehe es nicht um passives Erdulden, sondern mittels bewusster Entscheidung eine Haltung im Sinne geistiger Freiheit zu entwickeln, die es möglich mache, selbst unter vielfältigen Einschränkungen Lebensqualität zu empfinden.

Im Alltag geschehe dies am besten, wenn man regelmäßig ein persönliches Resümee zieht, welcher Stellenwert gerade den «sinnstiftenden Pfeilern» zukomme und welchen Wert (keineswegs nur im materiellen Sinne) man daraus beziehe.

Dabei sei es wichtig, zu akzeptieren, dass nicht alle Pfeiler immer gleich stark sind. Es könne auch mal einer brechen.

Als Fazit gelte es, aufmerksam und achtsam die Gegenwart zu gestalten, ohne in der Vergangenheit zu verharren oder nur auf Zukunft hin zu leben.

Das Vorbereitungsteam mit Karin Epp, Petra Kößler, Lydia und Margit Hörmann sowie Edith Bier hatte wieder für einen reichhaltigen und leckeren kulinarischen Rahmen gesorgt. Marianne Mayer (Gesang, Gitarre), Gisela Dardzinski (Klavier) und Karin Böck (Querflöte) lieferten gekonnt die musikalische Untermalung mit religiösen Liedern.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen