Bürgerversammlung I
«Finanzlage befriedigend bis gut»

Erfreuliche Zahlen präsentierte Bürgermeister Konrad Schulze bei der Bürgerversammlung für Lamerdingen und Dillishausen am Dienstag im Gasthaus Sonne. In Anbetracht der Weltfinanzkrise sei die Finanzlage der Gemeinde Lamerdingen als befriedigend bis gut zu bezeichnen. «Für das Jahr 2010 sind laut Haushaltsplan eine Darlehensaufnahme von 396000 Euro und Rücklagenentnahmen von 415000 veranschlagt. Tatsächlich wird aller Voraussicht nach nur eine Rücklagenentnahme von rund 200000 notwendig sein», erklärte Schulze. Ein Kredit sei nicht erforderlich. «Unser Schuldenstand erreicht damit ein Niveau wie zuletzt vor 20 Jahren, also vor Baubeginn der gemeindlichen Kanalbaumaßnahmen», verkündete er.

Wenn man die Vergleiche mit den Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft anstelle, könne sich Lamerdingen mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 431 Euro gut sehen lassen. «Dank geringer Pro-Kopf-Verschuldung von Lamerdingen liegt die VG-Verschuldung bei 1578 Euro, im Landkreis bei 1298 Euro und in Bayern bei 644 Euro», informierte Schulze.

Sorgen bereitet ihm dagegen der seit Jahren festzustellende Bevölkerungsrückgang. Derzeit leben 1825 Einwohner in der Gemeinde (Lamerdingen 755, Dillishausen 335, Großkitzighofen 432 und Kleinkitzighofen 303). 2006 seien es noch 1872 Einwohner gewesen. 2010 blieb die Einwohnerzahl im Vergleich zum Vorjahr erstmals konstant. «Wenn ich mir die Geburtenrate ansehe, ist fast von einer Halbierung der Geburten im Vergleich von vor zehn Jahren zu sprechen.

Nur durch Zuzug war 2010 eine gleichbleibende Einwohnerzahl möglich», erklärte der Bürgermeister. In der Gemeinde sei außerdem ein sehr deutlicher Anstieg der Personen über 60 Jahre festzustellen bei gleichzeitig starkem Rückgang der unter 45-Jährigen. «Die Gemeinde muss alles unternehmen, um Neubürger, insbesondere junge Familien, in die Gemeinden zu lassen», betonte Schulze. Der Gemeinderat habe sich bisher einer Neuansiedlung von Auswärtigen nicht verschlossen. «Wir haben im Gemeinderat auch beschlossen, dass wir weg von unserem Einheimischenmodell mit zweierlei Verkaufspreisen der Baugrundstücke gehen. Außerdem bieten wir für Familien mit Kindern einen Preisnachlass von zwei Euro pro Quadratmeter Bauland und Kind an.»

Das Gemeindeoberhaupt rief die Bürger auf, Werbung für Neuansiedlungen, besonders junger Familien, zu machen: «In Lamerdingen und Dillishausen sind noch genügend Bauplätze frei.» (cg)

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