Betreuung
Ferienfreizeit in Buchloe: Tipis und Tänze um den Marterpfahl

Bereits aus der Ferne sind kleine Rauchwolken am Himmel erkennbar, regelmäßig hämmert und klopft es. Der unverkennbare Geruch von Lagerfeuer liegt in der Luft. Versteckt im Dickicht des Buchloer Waldes Eschenlohe haben die Indianer der Ferienfreizeit ihr Lager aufgeschlagen.

Zahlreiche Tipis ragen empor und eine Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika weht im Wind. Kinder mit Kriegsbemalung im Gesicht springen lachend über die Lichtung oder verzieren eifrig ihre hölzernen Tomahawks, die für Indianerstämme typischen Streitäxte.

Jäh erfüllen laute Donnerschläge die Luft: Die kleinen Indianer laufen eilig zum zentralen Treffpunkt, einem großen Marterpfahl in der Mitte des Lagers, und beginnen, rund herumzutanzen, als rhythmische Indianermusik einsetzt.

Danach verteilen sich die insgesamt 130 Kinder wieder auf die unterschiedlichen Stationen. 'Unsere Indianer sind zwischen sieben und elf Jahre alt', erklärt Gabriele Löcherer, Leiterin des Indianerlagers und der Ferienfreizeit der Volkshochschule Buchloe.

'An 25 verschiedenen Stationen dürfen sie sich kreativ verausgaben und lernen, was einen richtigen Indianer ausmacht', sagt sie weiter.

Während die einen Ketten, Armbänder und Indianerschlüsselanhänger basteln oder ihre Waffen mit Federn, Lederbändern und Perlen verschönern, üben sich die anderen fleißig im Bogenschießen. 'Schließlich müssen wahre Indianer gemeinsam mit dem Häuptling auch auf die Jagd gehen', erklärt Löcherer.

Gejagt werden dabei Wildschweine und Wölfe. Alle Indianer seien bisher aber unversehrt und mit erfolgreich erlegter Beute wiedergekehrt, meint sie augenzwinkernd.

Gabriele Löcherer ist seit mittlerweile 17 Jahren Leiterin des Indianerlagers. Sie sei von Anfang an begeistert gewesen, meint sie, weshalb sie auch die viele Arbeit, die dahinter steckt, gerne in Kauf nehme. 'Für Auf- und Abbau des Lagers benötigen wir jeweils eine Woche', berichtet sie. Die Geländepflege – also vor allem das regelmäßige Rasenmähen auf der Lichtung – beginne bereits im März, sagt sie weiter.

Doch ohne die rund 50 ehrenamtlichen Helfer sei das Ganze nicht umsetzbar.

Zum Abschluss einer spannenden Woche voller Abenteuer kommen die jungen Indianer noch einmal zum traditionellen Stammesfest zusammen. Dort können sie an zehn Stationen spielerisch beweisen, was für hervorragende Indianer sie geworden sind. Für ihre tollen Leistungen werden sie anschließend mit Urkunden ausgezeichnet.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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