Fechten
Felix Klinger kaum zu bremsen

Florettfechter Felix Klinger (16) hat sich eindrucksvoll an der deutschen Spitze zurückgemeldet: Bei der Adolf-Ermer-Plakette in Stuttgart erreichte der Jengener die Finalrunde. Da das Turnier wertvolle Punkte auf dem Weg zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft brachte, war es mit 177 Teilnehmern entsprechend stark besetzt.

Bereits in der Vorrunde ließ Klinger nichts anbrennen und verbuchte bei sechs Gefechten fünf Siege. Noch besser lief es in der Zwischenrunde. Hier musste er keinen einzigen Kampf abgeben und setzte sich mit drei 5:0-Siegen deutlich von der Konkurrenz ab. Da der Veranstalter aber eine dritte Qualifikationsrunde vor der Direktausscheidung ausgeschrieben hatte, hieß es, noch einmal Zähne zusammenbeißen. Kraft und Ausdauer reichten und so sicherte sich der 16-Jährige weitere fünf Siege. Am Ende dieses Wettkampftages hatte Bayerns Nummer eins insgesamt 16 Siege aus 18 Kämpfen eingefahren. Entsprechend selbstbewusst startete Klinger am zweiten Wettkampftag in die Direktausscheidung. Die Konkurrenten aus Frankreich, Deutschland und Singapur waren mit 15:3, 8:4, 15:2 und 15:5 Treffern gegen den Jengener chancenlos.

Erst in der Runde der letzten Zwölf wurde es beim Stand von 11:11 spannend. Doch Klinger behielt die Nerven, setzte den entscheidenden Siegtreffer zum 12:11 und zog damit als einziger bayerischer Starter ins Viertelfinale ein. Erst Björn Erik Weiner, deutscher B-Jugend Meister der Jahre 2009 und 2010, konnte den Lauf des Florettspezialisten stoppen. In der Endabrechnung belegte der Jengener mit Rang fünf sein bisher bestes Saisonergebnis.

Mit diesem Erfolg im Rücken reiste er zu den deutschen Meisterschaften. Von Anfang an unterstrich der Schüler seine Ambitionen, ganz vorne mitzumischen: Mit vier Siegen infolge marschierte er bis unter die besten Zwölf. Wieder war es hier Weiner, der dem Jengener einen Strich durch die Rechnung machte. Mit 12:13 musste er sich hauchdünn geschlagen geben und schrammte mit Platz neun knapp am Viertelfinale vorbei.

Die guten Ergebnisse machten sich auch auf der deutschen Rangliste bemerkbar, auf der sich Klinger innerhalb von wenigen Wochen auf den sechsten Platz verbesserte, in der bayerischen Rangliste hält das Ausnahmetalent schon seit vielen Monaten unangefochten Rang eins.

Angespornt von diesen Erfolgen legte sich auch der FC-Nachwuchs mächtig ins Zeug: Luzia Wein (10) und Cecilia von der Leyen (11) stellten sich der praktischen Anfängerprüfung und bestanden sie mit Bravour. Aufgrund einer Ausnahmegenehmigung durften beide bei den schwäbischen Meisterschaften bereits erste Wettkampferfahrungen sammeln.

Lea Brühmüller (12) startete als weitere Jengenerin beim Achalm-Turnier ein Reutlingen, einem der stärksten Wettkämpfe für Schüler und B-Jugend in Süddeutschland. Mit dem Sprung unter die besten 16 Fechterinnen ihres Jahrgangs sammelte sie wertvolle Punkte für die bayerische Rangliste. (bz)

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