Familiengottesdienst
Evangelische Christen feiern Weihnachten in der voll besetzten Hoffnungskirche

Gleich zweimal war an Heiligabend die evangelische Hoffnungskirche brechend voll: zum einen beim Familiengottesdienst mit Krippenspiel; zum anderen direkt danach noch einmal, als die 'größeren' Gläubigen und Besucher gemeinsam die Christ-Vesper feierten. Die Kirchgänger am frühen Nachmittag bekamen ein hintergründiges, wunderschön anzusehendes Schauspiel aus der biblischen Weihnachtsgeschichte zu sehen: 'Der kleine Weihnachtsstern'. Der Text war dem Heft von der Kinderkirche (Bestandteil des wöchentlichen evangelischen Kindergottesdienstes) entnommen und wurde von Ute Droysen für zwei kleine (Buchloer) Weihnachtssterne, Lucia und Stella, umgeschrieben.

Wenn Sterne sich streiten

Die beiden Sternen-Mädchen hatten sich dem Sternengucker Ismael gezeigt, nachdem sie 'einfach so' vom Himmel heruntergekommen waren. Lucia und Stella erzählten von den anderen Sternen am Himmel, die sich stritten, weil jeder am hellsten den Geburtsort von Jesus beleuchten wollte. Derweil nahmen Maria und Josef die lange beschwerliche Reise von Nazareth nach Bethlehem auf sich.

Bekanntlich gestaltete sich die Herbergssuche von Maria und Josef schwierig. Aber die Sterne Lucia und Stella am Boden, die vielen Sterne am Himmel, der Sternengucker Ismael und drei erfahrene Sternendeuter sowie die drei Hirten halfen alle auf ihre Art mit, dass Maria und Josef am Schluss in der Scheune unterkamen.

Dort kam, wie von den Propheten vorhergesagt, Gottes Sohn zur Welt. Balthasar, einer der Sternendeuter, erklärte: 'Gott macht sich selber so klein wie ein Baby und zeigt damit, dass er uns nahe sein will. Er will bei uns Menschen sein.' Auch der junge Sternengucker Ismael versteht, dass 'der neue König Jesus ein ganz anderer König sein wird, ohne Waffen und Krieg. Mein Opa Balthasar sagt, dass dieser Sohn Gottes Frieden und Liebe in diese Welt bringen wird.'

Die gute Botschaft am Ende des Krippenspiels hieß also, verkünden Lucia und Stella: 'Den Weihnachtsstern von hier unten zu sehen, macht uns viel Hoffnung. Dass auch die Menschen einsehen, dass ihre Welt durch den Frieden viel heller und schöner wird.'

Sechs Wochen geübt

In gerade mal sechs Wochen studierte das evangelische Kindergottesdienst-Team das rundherum gelungene Krippenspiel ein. Verena Keppeler, Iris Schneider, Kerstin Herrmann und die hauptamtliche Religionspädagogin im Vorbereitungsdienst, Lena Sponner, rekrutierten die Schauspieler in den Buchloer Grundschulen.

Die passende Kostümierung, die professionelle Hörbarkeit aller durch Mikrofone und der Eifer der Mitwirkenden wurde mit lang anhaltendem Beifall der Kirchenbesucher belohnt.

Umrahmt wurde der Heiligabend-Gottesdienst in der Hoffnungskirche durch die begleitenden Worte von Pfarrer Christian Fait. Die Gemeindemitglieder konnten bei den zahlreichen Weihnachtsliedern ausgiebig mitsingen, nur das Lied 'Wisst ihr noch, wie es geschehen?', war den Besuchern nicht ganz so geläufig.

Zu aufgeregt, um still zu sein

Trotz der eindringlichen Bitte von Pfarrer Fait, Stille im voll besetzten Kirchenraum beim Lied 'Stille Nacht' einkehren zu lassen, waren die Kinder doch etwas zu aufgeregt und redefreudig – wahrscheinlich wegen der bevorstehenden Bescherung.

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