Klimaschutz
Erster Schritt bei Buchloer Klimaschutzkonzept geschafft

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Ein eigener Arbeitskreis namens 'Energieteam' kümmert sich derzeit in Zusammenarbeit mit dem Energie- und Umweltzentrum (Eza) um die Entwicklung eines Klimaschutzkonzeptes für Buchloe. Die Stadt will eine langfristige und zielgerichtete Energie- und Klimaschutzpolitik umsetzen. Im Haushaltjahr 2012 wird zur Erstellung des Konzeptes einmalig ein Betrag von 10 000 Euro zur Verfügung gestellt. Erste Zwischenergebnisse stellte Klimaschutzberaterin Dr. Kerstin Koenig-Hoffmann vom Eza bei der jüngsten Sitzung des Energieteams vor. Dieses besteht aus Vertretern der Stadtverwaltung und öffentlichen Einrichtungen.

In einem ersten Schritt wurde mithilfe von Fragebögen eine sogenannte Ist-Analyse für Buchloe erstellt. Eingeflossen sind dabei die energiepolitischen Stärken und Schwächen sowie mögliche künftige Potenziale.

Betrachtet wurden etwa Bebauungspläne, die Verkehrsplanung, der Stromverbrauch von kommunalen Anlagen und Gebäuden und der öffentliche Nahverkehr.

Kommunale Entwicklungsplanung: Buchloe habe eine konkrete, mittelfristig orientierte Verkehrsplanung, erläuterte Koenig-Hoffmann. Sowohl ein Verkehrskonzept für das Gymnasium als auch die Innenstadt seien durchgeführt.

Die Mittel- und Realschule laufen im Passivhausstandard, zudem werde die Kindertagesstätte Don Bosco mit einer Heizung über eine Biogasanlage betrieben. Als Potenzial nannte Koenig-Hoffmann in diesem Bereich die Erstellung eines gesamten energiepolitischen Leitbilds mit quantitativen Zahlen.

Zudem sollten bei künftigen Ausschreibungen und Bebauungsplänen energetische Kriterien zunehmend mit einfließen. Kommunale Gebäude und Anlagen: In Arbeit ist eine Gebäudedatenbank der kommunalen Gebäude mit Sanierungsstand und Heiztechnik.

In den kommenden Jahren wird die Straßenbeleuchtung in Buchloe sukzessive auf LED-Technik umgestellt. Der Strombedarf wird im Moment zu 50 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt. Als Potenzial nannte Koenig-Hoffmann die Erhöhung auf 100 Prozent.

Ein weiteres Ziel sei die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien im Wärmebereich. Bürgermeister Josef Schweinberger wies darauf hin, dass das neue Gymnasium durch eine Wärmepumpe betrieben werde.

Ver- und Entsorgung: Insgesamt soll der Anteil an erneuerbaren Energien gesteigert werden. Derzeit werden in Buchloe acht Biogasanlagen und eine Wassermühle betrieben. Im Hallenbad und der Kläranlage werden elektrische Energie und Wärme durch Blockheizkraftwerke gewonnen.

'Buchloe hat ein gutes Fundament für ein Klimaschutzkonzept', fasste Koenig-Hoffmann die Ergebnisse der Ist-Analyse zusammen. Zugleich rief Schweinberger die Beteiligten auf, ihre Ideen zum Klimaschutz in das Konzept mit einzubringen.

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