Gemeinderat
Ergebnisse einer Sondersitzung zur Bebauung der Ortskerne vorgestellt

In einer nicht-öffentlichen Sondersitzung hatten sich Fuchstals Gemeinderäte im Februar mit einer möglichen Änderung der Ortskernbebauungspläne befasst. Das Ergebnis dieser Besprechung mit der für die Pläne verantwortlichen Architektin Vera Winzinger wurde nun in einem zweiseitigen Konzept den Räten vorgelegt. Der Vorschlag der Verwaltung, die darin gemachten Aussagen als ein «internes Arbeitspapier» zu beschließen, wurde dann nach einer zum Teil lebhaften Debatte überraschend einstimmig abgelehnt.

In der Sondersitzung hatten sich die Gemeinderäte mit einer Änderung der in den Bebauungsplänen vorgesehenen zulässigen Wohneinheiten und mit der Stellplatzsatzung befasst. Auslöser war, so hieß es in der Sitzung, die Tendenz zu kleineren Wohnungen, der man mit einer Erhöhung Rechnung tragen wolle. Ein konkreter Antrag lag allerdings nicht vor.

Zielrichtung sei auch nicht das angedachte «betreute Wohnen» in der Ascher Dorfstraße gewesen. Denn die dabei auftretende Abweichung vom Ortskernbebauungsplan könne man auch mit der Ausweisung eines «Sondergebietes» in Griff bekommen, wies Bürgermeister Erwin Karg hin.

Der Vorschlag aus der Sondersitzung beinhaltete, dass die Zahl der zulässigen Wohneinheiten je nach Hausgröße um bis zu drei angehoben werden kann. Auf deutliche Kritik der Räte Josef Weber und Ruppert Turrina stieß die in diesem Zusammenhang vorgeschlagene Ergänzung der Stellplatzsatzung. Hier war angeregt worden, dass höchstens sechs offene Stellplätze auf einem Grundstück vorhanden sein dürfen, darüber hinaus seien Garagen oder Carports zu bauen.

Weber sprach hierbei von einer «Rolle rückwärts» und Turrina von einer unnötigen Landschaftsversiegelung. Georg Harrer bemängelte die Festlegung, dass Abfahrten zu Tiefgaragen komplett überbaut sein sollen. Rat Stephan Burkart bemängelte zudem, dass in der Beschlussvorlage der Verwaltung nur noch von Leeder und nicht mehr von Asch und Seestall die Rede sei.

Die ursprüngliche Absicht, diese Änderungen sogar als einen «Grundsatzbeschluss» zu behandeln, hatte man bereits nach einem Gespräch des Bürgermeisters mit der Kreisbaubehörde fallen gelassen. Denn dies hätte die Änderung aller Ortskernbebauungspläne zur Folge gehabt. Das angedachte «interne Arbeitspapier» wäre bei konkreten Bauanträgen zumindest eine Grundlage für eine einheitliche Vorgehensweise gewesen.

Doch wohl aufgrund der inhaltlichen Bedenken fand sich am Ende kein Befürworter für diese Vorgehensweise. «Wir haben es gut gemeint, sind aber dabei gescheitert», quittierte Karg den Ausgang. Doch immerhin liege das Papier ja in der Schublade und man könne sich auch später noch über eine Verwendung Gedanken machen.

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