Freiwilligendienst
Emmanuel Schilling aus Buchloe geht ab August für ein Jahr nach Südafrika

Ein Jahr ins Ausland gehen, davon träumen viele Abiturienten. Etwas von der Welt sehen, das Leben genießen und ein bisschen arbeiten. Auch der 19-jährige Emmanuel Schilling aus Buchloe geht ab August ein Jahr ins Ausland, allerdings, um bei einem sozialen Projekt in Südafrika mitzuhelfen.

Rund um die Uhr wird er im Camphill-Village «West Coast» (siehe Info-Kasten), das zwischen dem Atlantik und den Stellenbosch Mountains liegt, in Südafrika betreuungsbedürftige Menschen in ihrem täglichen Leben unterstützen.

Die möglichen Arbeitsbereiche teilen sich auf in Landwirtschaft, Gartenbau, Molkerei, Bäckerei, Haushalt und Kosmetik- und Handarbeitsworkshops. In der ersten Woche schaut sich Emmanuel alle Bereiche an und darf sich dann einen aussuchen, in dem er für das ganze Jahr arbeiten wird.

Den Entschluss ins Ausland zu gehen, hat der Abiturient gefasst, weil er «nach 13 Jahren Schule einfach mal etwas anderes sehen» wollte.

Sein Bruder Sebastian, der selbst vor einem Jahr in Peru war, um dort ehemalige Straßen- und Bandenkinder zu betreuen (wir berichteten), brachte ihn dann auf die Idee, sein Auslandsjahr einem sozialen Projekt zu widmen. Emmanuel hat seinen Bruder damals für drei Wochen besucht und wusste danach, dass er «auch gerne so etwas machen würde». Zuerst musste er jedoch «eine recht aufwendige Bewerbung» an die «Freunde der Erziehungskunst» schicken. Dieser Verein organisiert seit 1993 Freiwilligendienste im Ausland. Nach einem Orientierungsseminar und einem Bewerbungsgespräch fiel dann die Entscheidung für das Behindertenprojekt in Südafrika.

Zwar ist ihm klar, dass das Jahr in Südafrika kein Zuckerschlecken wird, dennoch freut er sich darauf, den Leuten «im Rahmen meiner Möglichkeiten» zu helfen. Den freien Tag, den er einmal pro Woche hat, will er zum Beispiel für Besuche in Kapstadt nutzen, das etwa 60 Kilometer vom Camp entfernt liegt. Das gefällt dem Buchloer besonders gut, weil er «auch etwas von der Kultur dort» mitbekommen will.

Einen Großteil der Kosten übernimmt zwar der Verein «Freunde der Erziehungskunst», der auch vom Staat gefördert wird, dennoch muss Emmanuel 2400 Euro für sein Auslandsjahr selbst aufbringen. Das Besondere daran ist, dass das Geld nicht von seiner Familie kommen darf. «So sollen auch Leute, die sich das eigentlich nicht leisten können, die Chance bekommen, ins Ausland zu gehen», erklärt Emmanuel das Konzept.

Mit regelmäßigen E-Mails und auf der eigens eingerichteten Homepage will er Familie, Freunde und Spender auf dem Laufenden halten, was bei seinem Auslandsjahr alles passiert.

www.manusouthafrica.wordpress.com

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