Gemeinderat
Eine halbe Million Euro für den Ausbau des Kindergartens in Waal

Knapp eine halbe Millionen Euro könnte ein Ausbau des Kindergartens St. Anna kosten, um Krippenplätze zu schaffen. Das ist das Ergebnis einer ersten groben Planung, die Zweite Bürgermeisterin Christa Völk bei der jüngsten Sitzung des Waaler Gemeinderats zusammen mit dem Ergebnis der Bedarfsumfrage für Krippenplätze vorstellte.

Mit dem Rechtsanspruch, den Eltern ab 2013 auf einen Krippenplatz haben, kämen auf die Gemeinde ohnehin Betreuungskosten zu, sagte Völk - << egal wo die Kinder untergebracht sind >>. Der Waaler Hort hingegen habe schon immer << unter Dreijährige >> gehabt.

Laut Umfrage sind etwa acht bis zehn Plätze notwendig. Der Ausbau sollte aus Fördergründen jedoch auf zwölf Plätze erfolgen, sagte Völk. Zum einen sehe es statistisch gesehen nicht danach aus, als würden die Kinderzahlen in der Gemeinde in Zukunft merklich zurückgehen.

Zum anderen bestehe die Gefahr, dass Eltern mit ihren Kindern in benachbarte Einrichtungen << abwandern >>. Zudem sei der Waaler Hort in seinem derzeitigen Zustand << nicht mehr zeitgemäß >> und auch nicht zukunftsfähig, da es an Nebenräumen fehle.

Der Vorschlag von Völk beinhaltet einen Ausbau des vorhandenen Kindergartens, um die für die Krippe benötigte Fläche von rund 132 Quadratmetern zu schaffen. Eine grobe Schätzung geht von 470000 Euro Gesamtkosten aus, die zu 73 Prozent bezuschusst würden.

Für die Gemeinde verblieben rund 150000 Euro Selbstbeteiligung. Durch Gelder von der Diözese, Elternspenden und Zuschüsse des Fördervereins könnte dieser Betrag nochmals auf schätzungsweise 100000 Euro reduziert werden.

Wenn man schon dabei sei, so Völk, wäre im Zuge der Arbeiten auch die Sanierung des Kindergartens sinnvoll. Insbesondere müssten die Toiletten umgestaltet werden. Hier geht Völk von einer Selbstbeteilung der Gemeinde in Höhe von ebenfalls 100000 Euro aus.

Insgesamt standen die Räte in der Diskussion dem Projekt sehr wohlwollend gegenüber. Es tue Waal gut, << familienfreundlich zu sein >>, sagte Gerdi Bartholl.

In der kommenden Sitzung will der Marktgemeinderat erste Grundsatzbeschlüsse fassen. Darüber hinaus beschäftigte sich das Gremium bei seiner jüngsten Sitzung mit folgenden Themen:

Ziffernblatt: Den Antrag der Katholischen Kirchenstiftung Waalhaupten, ein drittes Ziffernblatt am Kirchturm von << Mariä Schmerzen >> anzubringen, hat der Gemeinderat abgelehnt.

Arbeitskreis: Die Gemeinderätin Gerdi Bartholl ist als Mitglied des Arbeitskreises << Kommune und Eine Welt - Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung in der VG Buchloe >> bestellt worden. Ihr Stellvertreter ist Gottfried Kleinhans.

Gaudiwaal-Ball: Der Gemeinderat hat dem Förderverein der Wasserwacht die Zusage erteilt, die Schulturnhalle erneut zur Ausrichtung des Gaudiwaal-Balles am 11. Februar 2012 zu nutzen.

Ausstellung: In der Anfrage eines ortsansässigen Künstlers, der seine Exponate im Gemeindehaus bei der Eröffnung ausstellen will, sah der Gemeinderat keinen Bezug zur Veranstaltung. Es sei aber durchaus möglich, dass sich später Künstler in den Räumen präsentieren dürfen, so der Beschluss.

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