Umbau
«Ein neuer Stadtsaal ist derzeit kein Thema»

Ein Umbau- oder gar ein Neubau des Stadtsaals ist in Buchloe derzeit kein Thema. Dies bestätigte Bürgermeister Josef Schweinberger gegenüber der BZ. Wie berichtet, soll die Aula der Mittelschule künftig erste Wahl bei öffentlichen Veranstaltungen sein. Sie wird deshalb ertüchtigt und entsprechend umgebaut. Rund 88000 Euro stecken Stadt und Schulverband gemeinsam in die Zusatzkosten für Schall- und Bühnentechnik.

«Die Räumlichkeiten in der Mittelschule bieten sich für Veranstaltungen an. Und wenn wir eh schon am Umbauen sind, machen wir es gleich richtig», meint Schweinberger.

Der Stadtsaal hingegen könne auch in Zukunft von verschiedenen Vereinen genutzt werden, versichert der Bürgermeister: «Solange es die Unterhaltskosten zulassen, bleibt er stehen.» Gerade habe die Stadt dort die alte Heizungsanlage aus dem Don-Bosco-Kindergarten einbauen lassen, «sonst wären uns die Kosten davongelaufen», sagt Schweinberger. Nicht mehr bewohnt sei inzwischen die frühere Hausmeister-Wohnung im Obergeschoss.

Es sei aber nicht daran gedacht, den Stadtsaal zu sanieren oder gar neu zu bauen. «Das ist wirklich kein Thema. Soweit ich das beurteilen kann, sieht auch der Stadtrat keinerlei Notwendigkeit. Zudem ist dafür einfach kein Geld da», so Schweinberger.

Dabei seien es nicht die Investitionskosten, die kräftig zu Buche schlagen würden. «Ich denke dabei vielmehr an die Folgekosten. Wenn man sich in Nachbarstädten so umhört, sind die nicht gerade niedrig», meint das Stadtoberhaupt.

Niedrig war auch der Kaufpreis nicht, den die Stadt einst für die alte VfL-Turnhalle an der Bahnhofstraße zu berappen hatte. 1,2 Millionen D-Mark zahlte sie im Jahr 1994 für die Immobilie an den VfL. Danach gefragt, ob diese Summe zu hoch war, mochte sich Schweinberger nicht äußern: «Dazu sage ich nichts. Damals war ich noch nicht Bürgermeister.»

Der Erlös jedenfalls war eine wichtige Grundlage dafür, dass der VfL seine neue Dreifachturnhalle bei der Comenius-Grundschule bauen konnte, bestätigt Hubert Müller. Er stand damals wie heute dem Verein vor, war zum Zeitpunkt des Verkaufs zudem Dritter Bürgermeister. «Damals war es auch die Absicht der Stadt, die Halle als Stadtsaal herzurichten», erinnert sich Müller. Dass dieser Gedanke seit 2002 nicht mehr weiter verfolgt wurde, liege wohl daran, «dass es Dinge gab, die in der Zwischenzeit wichtiger waren», so Müller, «außerdem eilte es nicht allzu sehr, denn wir hatten und haben ja die Schul-Aulen».

Wie es mit der Stadthalle weitergeht, vermag Müller derzeit nicht zu beurteilen: «Ich denke, man muss schauen, was dort generell passiert, und ein tragfähiges Konzept erarbeiten. Vieles ist dort noch in der Schwebe.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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