Special Ostern ÜBERSICHT

Osternacht I
Ein Morgen voller Traditionen

Traditionsgemäß war am Ostermorgen ab 4.45 Uhr das Gelände um die Buchloer Stadtpfarrkirche vom knatternden Klang zweier Rätschen erfüllt. Die Ministranten der Osternachtsfeier vertraten mit diesem alten Brauch quasi die zwischen Karfreitag und Ostersonntag schweigenden Glocken. Nach Segnung des Osterfeuers und Entzünden der Osterkerze zogen Stadtpfarrer Reinhold Lappat, Diakon Peter Oelkrug und die Ministranten in die dunkle Kirche ein, das Licht der Osterkerze wurde verteilt.

Auf das von Lappat stimmgewaltig vorgetragene Osterlob folgte ein Wortgottesdienst mit vier Lesungen. Neben der Schöpfungsgeschichte und dem Auszug aus Ägypten aus den Moses-Büchern hörte man Abschnitte aus dem Buch des Propheten Ezechiel und aus dem Römerbrief des Apostels Paulus.

Die im vergangenen Jahr geborene Idee eines ökumenischen Kerzentauschs wurde auch dieses Jahr weitergeführt. Helma Otten-Schied und Markus Detlefsen von der Gemeinde der evangelischen Hoffnungskirche brachten eine Kerze, die die Verschiedenheit der Mitglieder einer Gemeinde darstellen soll. Im Gegenzug brachten Uwe Mantwill und Christa Hermann eine Kerze mit dem Motiv «Feuer des Lebens» in die evangelische Kirche.

In seiner Predigt bezeichnete Lappat die Osternacht in bewusster Anspielung auf eine kommerzielle Buchloer Veranstaltung als «größte Nacht der Lichter aller Zeiten». Von der Osterkerze gehe immer wieder Licht aus, von dem wir leben. Er resümierte die Osterbotschaft mit den Worten: «Der Auferstandene will uns ermutigen, dem Leben wieder zu trauen.» Bei der Tauffeier, in der die Gemeindemitglieder ihr Taufversprechen erneuerten, wurde der auf den Tag genau drei Monate alte Nico Maximilian Förg getauft. Vorher weihten Lappat und Oelkrug das Taufwasser durch Eintauchen der Osterkerze.

Lappats Hinweis am Ende, nicht gleich aus der Kirche zu laufen, war kaum nötig, denn die meisten Besucher wussten, dass die Tradition des Osterlachens weiter gepflegt wird - mit zahlreichen amüsanten Geschichten, Stilblüten und schließlich der Geschichte vom Jungen, der zu Hause aus dem Religionsunterricht erzählt: «Gott ist ein Quirl!» Die erstaunte Mutter darauf: «Da hast Du Dich bestimmt verhört, mein Junge.» Nach der nächsten Unterrichtsstunde klärt sich alles: «Jetzt weiß ichs: Gott ist ein Schöpfer. Aber es hat auf jeden Fall etwas mit Küchengeräten zu tun.»

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