Eishockey
Ein historischer Sieg für den ESV

Mit einem 11:2-Sieg (2:1, 4:1, 5:0) über indisponierte Pfrontener hat sich der ESV Buchloe eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Das Landkreisderby in der Bayernliga war eindeutig, jedoch erst nach einem disziplinlosen Auftritt der Pfrontener im Mitteldrittel. Eine Matchstrafe und eine weitere Strafe wegen Unsportlichkeit gegen die Gäste ebneten den Pirates den Weg.

Buchloes Trainer Norbert Zabel, der gesperrt war und daher den Platz an der Bande seinem Assistenten Peter Karl überlassen musste, sah einen verdienten Sieg seiner Mannschaft, allerdings auch spielerische Defizite. Gästetrainer Josef Navratil gab sich in der Pressekonferenz ungewohnt wortkarg: «Ich bin enttäuscht und schäme mich für die Leistung meines Teams.» Überrascht waren die fast 300 Zuschauer bei der Aufstellung des ESV Buchloe: Konnte man mit der Rückkehr von Peter Westerkamp schon rechnen, war die von Topscorer Thomas Fortney eher überraschend. Aber der Amerikaner wollte seinen Kameraden im Abstiegskampf unbedingt zur Seite stehen. Und beide Akteure hatten gemeinsam mit Markus Vaitl großen Anteil am höchsten Buchloer Sieg seit dem Wiederaufstieg in die Bayernliga.

Erster Treffer nach 31 Sekunden

Der ESV kam optimal in die Partie: Bereits der erste Angriff führte durch Christopher Lerchner zum 1:0 nach nur 31 Sekunden. Ein Fehlpass von Sven Curmann, quer vor dem eigenen Tor, ließ allerdings in der zehnten Minute den Ausgleich folgen. Doch nur 30 Sekunden später brachte Markus Vaitl die Pirates wieder mit 2:1 in Führung.

Das Mitteldrittel begann für die Freibeuter mit einem Schock. Bohdan Kozacka zog sich ohne Fremdeinwirkung eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Der Kapitän musste von Bord. In der 24. Minute erhöhte Peter Westerkamp nach einem schönen Zuspiel von Matthias Ziegler auf 3:1, wenig später stellte Markus Vaitl in Überzahl auf 4:1 (27.

). Der Vorsprung war mittlerweile beruhigend, die Gennachstädter schalteten einen Gang zurück. Doch das rächte sich. In der 37. Spielminute überwand Florian Hefele den guten Fritz Hessel im Buchloer Tor zum 2:4. Unmittelbar danach überschlugen sich die Ereignisse: Der Pfrontener Johannes Böck erhielt eine Matchstrafe wegen Stockschlags gegen Michael Strobel. Sekunden später verlor Peter Westekamp seinen Schläger. Als er diesen wieder aufheben wollte, kickte Stefan Knöpfler das Spielgerät mit dem Schlittschuh weg. Dafür bekam er zwei Minuten wegen unsportlichen Verhaltens. Mit zwei Spielern mehr auf dem Eis erzwangen die Pirates kurz vor der Pause die Entscheidung. Oliver Braun mit dem 5:2 (40.) sowie Thomas Fortneys 6:2 (40.) sorgten für klare Verhältnisse. Damit war die Moral der tapferen Falken gebrochen.

Im Schlussdrittel fanden die Gastgeber richtig Spaß an der Begegnung. Nachdem sich erneut Markus Vaitl in die Torjägerliste eintrug, war es Westerkamp, der für das Tor des Abends zuständig war. In Unterzahl erkämpfte er sich den Puck, spurtete über das gesamte Spielfeld und ließ Pfrontens Torwart beim 8:2 keine Chance. Die weiteren Treffer erzielten Christian Warkus, Matthias Ziegler und Thomas Fortney.

 

Der ESV Buchloe (rotes Dress) ist mit einem zweistelligen Sieg gegen Pfronten in die Abstiegsrunde der Bayernliga gestartet. Foto: Robert Lerchner

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