Diskussion in Oberostendorf über Nutzung des alten Schulhauses

Eine Neuauflage erlebte die Diskussion um die Zukunft der ehemaligen Oberostendorfer Schule bei der Aufarbeitung der Fragen aus den Bürgerversammlungen: Weil bei der Veranstaltung im Ortsteil Oberostendorf der Mangel an kleineren Wohnungen für Singles und junge Paare beklagt wurde, schlug Gemeinderat Anton Trautwein erneut vor, die seit nunmehr drei Jahren leer stehende alte Schule in ein Mietshaus umzubauen. 'Der Bedarf ist da.' Doch Bürgermeister Karl Fischer und zwei von Trautweins Ratskollegen haben ganz andere Pläne.

'Ein Umbau zum Mietshaus', betonte Fischer, 'wird sich nicht rechnen.' Mit dem Vorschlag von Josef Hefele, das Gebäude zu einem kombinierten Kindergarten mit Kinderkrippe umzufunktionieren, kann sich der Gemeindechef allerdings auch nicht so recht anfreunden: Dazu müsste man den frisch herausgeputzten Kindergarten in Gutenberg dichtmachen.

Dort will Hefele nach dem Umzug die Gutenberger Vereine unterbringen.

Deutlich mehr abgewinnen kann Fischer dem Vorschlag von Rainer Graf, der den schleppenden Verkauf des Gebäudes mit einer Preisreduktion ankurbeln will.

Weil das momentan für 310 000 Euro angebotene Objekt (acht Zimmer, 556 Quadratmeter Wohnfläche, knapp 1200 Quadratmeter Grund) keine Interessenten findet, will Graf den Preis deutlich darunter ansetzen: 'Da muss eine Zwei vorne dran.'

Erst wenn es dann mit dem Verkauf immer noch nicht klappt, könne man über eine andere Nutzung nachdenken.

Ein geplanter Gewerbebau an der Lengenfelder Straße in Oberostendorf setzt die Gemeinde und den Wasser-Zweckverband Gennach-Hühnerbach-Gruppe unter Handlungsdruck: Weil die für den Brandschutznachweis erforderliche Löschwasserversorgung nicht gegeben ist, muss nicht nur eine dickere Leitung verlegt und ein neuer Hydrant gebaut werden, auch der Druck im gesamten Leitungsnetz der Gemeinde wird erhöht.

Das freut zwar die Bewohner des Ortsteil Oberostendorf, weil dort der Wasserdruck am geringsten ist, doch manche Gutenberger werden einen Druckminderer im Keller einbauen müssen.

Der tiefer gelegene Ortsteil verfügt nur über ein zentrales Ventil, mit dem sich der Druck im Leitungsnetz (etwa bei Bränden) verändern lässt.

Doch dieser Druckminderer muss aus technischen Gründen entfallen. Nach einer Bestandsaufnahme durch den Zweckverband sollen die betroffenen Eigentümer schriftlich informiert werden. Die Kanalbauarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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