Winter
«Diese Zustände sind ein Skandal»

Der Winter macht Autofahrern derzeit schwer zu schaffen - und das nicht nur auf den Straßen, sondern auch daneben. Als «einen Skandal» bezeichnet eine BZ-Leserin die Zustände am Pendlerparkplatz Buchloe-Ost. «Hier herrscht allgemein ab 5 Uhr früh schon reger Verkehr, aber der Platz wird nicht geräumt, die Autos fahren sich in den Schneemassen fest, man kommt kaum aus der Parklücke», beklagt sich die Frau. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt müsse man «höllisch aufpassen», um nicht über die gefrorenen Eisbrocken zu stürzen - zumal der Parkplatz nicht beleuchtet sei. «Bei einsetzendem Tauwetter versinkt man in Schlamm und Matsch.»

Seit rund vier Jahren pendelt die Leserin mit einem Begleiter täglich zu ihrem Arbeitsplatz nach München. Über den Zustand des Parkplatzes an der A96 habe sie sich schon mehrfach bei der Stadt Buchloe beschwert, erzählt sie.

Bislang jedoch erfolglos. «Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die erste Anzeige wegen Versäumnis der Räum- und Streupflicht eingeht.»

Dem widerspricht Karl Schiller, Amtsleiter der Bauverwaltung bei der Stadt Buchloe. «Grundsätzlich besteht eine Räum- und Streupflicht nur für Gehwege. Bei Fahrbahnen gilt sie lediglich für gefährliche Stellen wie zum Beispiel Steigungen, Kreuzungen, Fußgängerüberwege oder Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs, jedoch nicht für Pendlerparkplätze.» Priorität für die Räumdienste haben diese «gefährlichen Stellen», die Innenstadt und die Schulwege, erklärt Schiller.

«Erst dann können sie sich mit reinen Wohnstraßen oder sonstigen Anlagen befassen.» Nichtsdestotrotz sei auch die Stadtverwaltung durchaus darüber im Bilde, dass die Bedingungen am Pendlerparkplatz an der A96 «alles andere als optimal sind». Rein technisch sei es jedoch nicht möglich, die Parkflächen zu räumen. «Mittlerweile parken dort Tag und Nacht Autos», sagt Schiller. Mit den Räumfahrzeugen komme man daher nicht problemlos durch.

Für jeden Ratschlag dankbar

Und dafür, alles per Hand freizuschaufeln, fehle schlichtweg das Personal. «Das Problem ist nicht neu, das gibt es in anderen Städten auch», sagt Schiller. «Wir wissen allerdings nicht, wie wir es lösen sollen. Da sind wir für jeden Ratschlag dankbar.

» Eine Lösung - zumindest für sich - scheint die BZ-Leserin gefunden zu haben. Sie kündigt an, gemeinsam mit ihrem Mitfahrer in Zukunft auf den Pendlerparkplatz am Kreisverkehr Landsberg West ausweichen zu wollen. «Da findet man befestigte und geräumte Plätze sowie eine anständige Beleuchtung vor.» (drs)

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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