Handball
Der Buchloer Matthias Gerlich (23) wechselt vom Tusem Essen zum Bundesliga-Aufsteiger TV Hüttenberg

Das Städtchen Hüttenberg ist vor allem für eines bekannt: für den Handkäse. Eine echte Spezialität der Region. Vier von sechs Käsereien in Mittelhessen sind in der 11000-Einwohner-Stadt angesiedelt. Und nun gibt es dort eine weitere Attraktion. Eine sportliche.

Denn die Handballer Hüttenbergs sind nach 26 Jahren Abstinenz wieder in die erste Bundesliga aufgestiegen. Einer, der das Abenteuer in Deutschlands höchster Spielklasse miterleben will, ist Matthias Gerlich. Der 23-jährige Buchloer wechselt zur neuen Saison vom traditionsreichen Tusem Essen zum Erstliga-Neuling und unterschrieb dort einen Vertrag bis 2013.

<< Die Art und Weise, wie sich der Verein und mein jetziger Trainer Jan Gorr um mich bemüht haben, hat mir sehr gefallen. Ich habe ein ehrliches Interesse an meiner Person gespürt. Nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch, der in das Teamgefüge passen soll >>, sagt Gerlich. Ein weiterer Aspekt: Mit Sven Pausch hat er nun einen Mitspieler, mit dem er schon in Essen zusammengespielt hat. << Er hat mir den Wechsel oft schmackhaft gemacht und immer wieder betont, wie sehr sich alle freuen würden, wenn ich mich für sie entscheide >>, so der 23-Jährige weiter.

Gerlich ist einer, der sich den Erfolg mit harter Arbeit und einer gehörigen Portion Bescheidenheit erkämpft hat. Einer, der bislang stets seiner Devise treu blieb, seine Karriere behutsam zu planen und einen Schritt nach dem anderen zu machen - neben dem Studium. Und das soll auch künftig so bleiben. Von Höhenflug keine Spur. << Mein Traum, in der ersten Liga zu spielen, geht zumindest schon für ein Jahr in Erfüllung. Nun möchte ich mich beweisen und viele Spielanteile bekommen >>, sagt er. In erster Linie wolle er sich persönlich weiterentwickeln, aber auch mit der Mannschaft das große Wunder realisieren: den Klassenerhalt. Experten trauen den Hessen als finanzschwächstem und kleinstem Verein so gut wie nichts zu. << Aber genau das nehmen wir als Motivation und Herausforderung >>, so Gerlich weiter.

Ging es in der vergangenen Saison mit Essen in der zweiten Liga noch gegen Vereine wie Aschersleben, Edewecht oder Altenholz, warten nun die ganz Großen wie der THW Kiel, der HSV Hamburg oder Frisch Auf Göppingen, gespickt mit den besten Nationalspielern der Welt.

<< Wir werden aber gewiss nicht in Ehrfurcht erstarren. Jeder, der gegen uns spielt, muss sich erst einmal mit einer äußerst unangenehmen Abwehr auseinandersetzen >>, erklärt der Buchloer. Von Alltag könne aber trotzdem keine Rede sein. Gerlich spricht von einer << riesigen Umstellung >> und einer << spannenden Aufgabe >>.

Trotz aller Vorfreude blickt der Student auch gerne auf seine Zeit in Essen zurück, vor allem auf die positiven Aspekte. Über 300 Tore erzielte der Zwei-Meter-Hüne in den beiden Jahren für den Zweitligisten, er konnte sich an die raue Luft in den höchsten Spielklassen gewöhnen und wurde vom Talent zur Stütze des Teams. Gerlich: << Essen war eine wichtige Station in meiner sportlichen Karriere. Doch jetzt kommt der nächste Schritt. >>

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