Unglück
Busunfall bei Buchloe: Kinder unter Schock, Frau in Lebensgefahr

Bei einem Zusammenstoß mit einem Schulbus ist eine 46-jährige Radfahrerin auf der Kreisstraße OAL 16 zwischen Weinhausen und Lindenberg bei Buchloe (Ostallgäu) am Donnerstagmorgen lebensgefährlich verletzt worden. Die Frau aus Weinhausen begleitete ihre zwölfjährige Tochter auf dem Schulweg nach Buchloe. Als sie mit ihrem Rad von der Landstraße nach links auf den dort beginnenden Fahrradweg abbiegen wollte, wurde sie laut Polizei von dem Schulbus, der in selber Richtung unterwegs war, aus bislang ungeklärter Ursache erfasst. Dabei erlitt sie schwerste Kopfverletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Kaufbeurer Klinikum gebracht.

Keinen Fahrradhelm

Wie ein Polizeisprecher erklärte, trug die Verunglückte keinen Fahrradhelm. Ihr Zustand sei äußerst kritisch.

Ihre Tochter, die im Moment des Unfalls in einiger Entfernung hinter der Mutter fuhr, erlitt einen schweren Schock und wurde vor Ort vom Kriseninterventionsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes betreut.

In dem voll besetzten Schulbus befanden sich neben dem 36-jährigen Busfahrer und einem weiteren Mitfahrer 47 Schulkinder überwiegend aus der Buchloer Mittelschule sowie der Realschule. Vier der Schüler zogen sich bei dem Unfall leichte Prellungen zu und wurden vom Rettungsdienst medizinisch versorgt. Die unverletzten Kinder wurden mit einem Ersatzbus umgehend in die Schulen gefahren.

Psychologisch betreut

Dort wurden die betroffenen Schüler ebenfalls psychologisch betreut. An der Buchloer Realschule, die auch die Tochter des Unfallopfers besucht, kümmerten sich eine Beratungs- sowie eine Religionslehrkraft um die Kinder. ?Wir geben den Schülern den Raum, den jeder einzelne benötigt, um dieses schreckliche Erlebnis zu verarbeiten?, erklärte Schulleiterin Heidrun vorm Walde auf Nachfrage unserer Zeitung und sprach von einer ?absoluten Ausnahmesituation, mit der jeder Schüler anders fertig werde?.

So erzähle ?der eine mehr, der andere weniger? über seine Beobachtungen und den Gemütszustand, während andere lediglich zuhörten, sagten auch die beiden Jugendsozialarbeitererinnen Nicole Mannsbart und Birgit Lenuweit, die gestern Vormittag sieben unter Schock stehende Schüler der fünften bis achten Klasse an der Buchloer Mittelschule betreuten und anschließend ihren Eltern übergaben.

Ablenkung im Unterricht

?Einige Kinder haben geweint, andere wiederum suchten erst einmal Ablenkung im Unterricht. Gut möglich, dass sie später zu uns kommen, wenn ihnen das Erlebte so richtig bewusst wird?, sagte Lenuweit. Mitunter habe sich der Schockzustand bei manchen Schülern in Kopfschmerzen und Übelkeit geäußert. ?Wir werden in den kommenden Tagen vermutlich noch viel Betreuungsarbeit leisten müssen?, so die Sozialpädagoginnen.

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