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Bundesjungzüchter von «Brown Swiss» treffen sich in Buchloe

«Einmal so im Rampenlicht stehen und sich anstrahlen lassen». Landrat Johann Fleschhut nutzte für sich die Gelegenheit und stieg als Schirmherr selbst in den Ring der Buchloer Schwabenhalle.

Es ging bei der Veranstaltung um «Rindviecher» der Rasse «Brown Swiss», von denen es im Ostallgäu mehr als Einwohner gebe. Soll heißen, der Landkreis ist landwirtschaftlich geprägt und man wisse sehr wohl um die Wichtigkeit der Landwirtschaft, die ein «gutes Stück Zukunft» darstelle. Fleschhut fand es deshalb auch «bemerkenswert», mit welchem Aufwand die Jungzüchter ihre Tiere präsentieren.

Während die Prominenz redete, nahm die Spannung hinter den Kulissen zu. Kurz noch ein letzter Check und ein wenig Glanzspray auf Euter und Fell, dann kann die erste Gruppe der Jungkühe einlaufen.

Vergessen ist dann die ganze mühsame Vorarbeit. Teilnehmerin Heidi Barnsteiner aus Marktoberdorf erzählt ein wenig aus dem Nähkästchen, wie sie sich, respektive ihre Kuh «Hilton» auf das Event vorbereitet. Sie muss es wissen, denn die 25-Jährige ist gewissermaßen Profi. Seit 1989 nimmt der väterliche Betrieb an solchen Veranstaltungen teil und der «Züchtervirus» sei bereits auf die Kinder über gesprungen. Zwei Wochen lang hat Heidi Barnsteiner mit «Hilton» geübt, ist mit ihr «spazieren gegangen».

Und was tut man vor einer Miss-Wahl? Richtig, man geht zum Friseur. Im Falle der Kuh mit Scheren des Felles, natürlich gehört Waschen und Shampoonieren dazu. Und die «Top-Line» wird noch mit Haarspray in Form gebracht. Ganz wichtig auch der «Nagellack», ein schwarzes Spray für die Hufe. Erlaubt ist hierbei alles, was «nicht weh tut», meint Barnsteiner.

Dann ist es so weit: Die zweite Gruppe der «Kühe mit einer Kalbung» wird aufgerufen und Preisrichter Daniel Gasser aus Südtirol bewertet fachmännisch die vorgeführten Tiere. Es fallen Begriffe wie «sehr korrekt im Rahmen, hoch angesetztes Euter» oder «korrekte Beckenneigung». Und siehe da: Die Marktoberdorfer «Hilton» wird hier Gruppensieger.

Während des Samstagabends wurden noch viele Champions gekürt. Und die Besamungsstationen stellten zwischendurch Nachzuchten der Bullen «Molog» und «Padua» vor,

Der beste Vorführer der Jungkühe wurde Tobias Babel aus Wald. Und «Hilton» ist Jungkuh-Gesamtsiegerin geworden.

Schon am Nachmittag hatte der Vorführwettbewerb der Kinder stattgefunden. Hier ging es in verschiedenen Altersklassen darum, wie die Kinder ihre Kälber präsentieren. Man spürte förmlich die Begeisterung, wie sie mit ihren Tieren arbeiten. Preisrichter waren die Baden-Württembergische Braunviehkönigin Franziska Köberle und Werner Schmid aus Weinhausen.

Die Veranstaltung als solche kann als sehr erfolgreich gewertet werden - am späten Abend war die Halle proppenvoll. Viele Zuschauer waren eigens aus der Schweiz und aus Südtirol angereist. Bei der Tombola wurden einige Tiere verlost und zum Abschluss gab es noch eine Party für die Jungzüchter im Ring.

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