Jahresversammlung
Buchloer Wasserwacht zieht Bilanz

Als äußerst rühriger Verein präsentierte sich die Buchloer Wasserwacht bei ihrer Jahresversammlung. Mit 'Leuten, die etwas umsetzen können', wie sich der Technische Leiter Andreas Baumgartner ausdrückte. Aus dem Bericht des Vorsitzenden Siegmar Möhl ging hervor, dass die Aktivitäten über die Kernaufgaben wie Wachdienst im Freibad weit hinausgehen. Man unterstütze vornehmlich 'Menschen, die helfen'. Und sei es 'nur' beim Aufbau eines Bücherbasars oder Mithilfe beim Blutspendedienst.

403 Mitglieder

Dabei ist der Verein finanziell im Wesentlichen auf die Beiträge seiner 403 Mitglieder angewiesen. 'Nicht einfach' sei die Situation, aber man habe schwimmen gelernt und könne sich über Wasser halten.

Sehr dankbar zeigte sich Möhl hierbei für die vielfältigen 'Verbindungen', beispielsweise zum Krankenhaus, wo die notwendigen Röntgenbilder für die Rettungstaucher kostenfrei befundet werden. 'Sonst müssten wir das Tauchen aufgeben', meinte Möhl.

Gelobt wurde auch die unbürokratische Zusammenarbeit mit Stadt und Landkreis.

Doch bei allem, 'was über die Kreisebene hinausgeht', mache 'viel Bürokratie' mit langwierigen Prozessen das Leben schwer. Enttäuscht zeigte sich Möhl insbesondere von der mangelnden politischen Unterstützung auf Landes- und Bundesebene.

Konkret sei beim Sozialempfang die Unterstützung der Zulassung eines örtlichen Arztes für vorgeschriebene Tauchuntersuchungen zugesagt worden, bis heute ohne konkrete Rückmeldung. Momentan müssten die Taucher wie auch Geräteträger der Feuerwehr bis nach Ruderatshofen zu einem zugelassenen Arzt fahren und dafür womöglich noch Urlaub nehmen.

Auf der anderen Seite wird vieles von der Wasserwacht ehrenamtlich eingefordert. Da werden nach Aussage von Bürgermeister Josef Schweinberger 20 Millionen Euro für Hochwasser-Rückhaltebecken verbaut und die Wasserwacht möge sich um das mögliche Gefährdungspotential für Mensch und Vieh im Bereich der Dämme kümmern. Die Zusage hierzu kam prompt und unbürokratisch.

Gerade im Bereich der Jugendarbeit präsentierte sich der Verein gut aufgestellt mit viel Nachwuchs. Jugendleiter Marcus Kern berichtete über die Gruppenstunden, wo es um Schnorcheltheorie genauso geht wie um Naturschutzwissen oder die jährliche Gennachreinigung.

Eisrettung und Rafting

Die Präsentation des Technischen Leiters vermittelte ein wenig Abenteuerstimmung: bei der Eisrettung mit Hubschrauberunterstützung ebenso wie beim 'Rafting' im Schlauchboot auf dem Lech. In einer Kombination von Spaß am Sport und Freude am Helfen mit ernstem Hintergrund. 'Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie', so rechtfertigte Baumgartner die ehrgeizigen Aktivitäten des Vereins.

Ein 'Danke, das von Herzen kommt' übermittelte Bürgermeister Schweinberger. Die Bürger wüssten durchaus, was sie an 'ihrer' Wasserwacht haben.

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