Verkehr
Buchloer schlägt nach schwerem Unfall ein Stoppschild bei Holzhausen vor

Ein schwerer Unfall ereignete sich am Freitag vergangener Woche zwischen Buchloe und Holzhausen. Ein 52-jähriger Rennradfahrer aus Augsburg erlitt schwerste Kopf- und Thoraxverletzungen, als er von Buchloe kommend der abknickenden Vorfahrtsstraße Richtung Holzhausen folgen wollte und von einem Autofahrer aus dem Landkreis Augsburg übersehen wurde. Dieser war von Holzhausen in Richtung Honsolgen unterwegs (wir berichteten). 'Der Artikel wühlt mich auf, macht mich betroffen, befahre ich doch selber mit dem Rennrad die unselige Kreuzung, seit es sie gibt', erzählt der Buchloer Josef Dempf, 'von Anfang an sehe ich die dortige Verkehrsregelung als außerordentlich gefährlich an.'

Die Sicht sei durch hohe Böschungen, noch dazu mit Buschwerk bepflanzt, und die Autobahnunterführung stark beeinträchtigt, kritisiert der 76-Jährige. 'Die abknickende Vorfahrt verschärft die unübersehbare Situation zusätzlich, ganz gleich, in welche Richtung man fährt, sei es als Radler oder Fahrzeuglenker.' Zudem beeinträchtigten die Autobahngeräusche auch noch das Hören.

Dempf hat sich am Dienstag die Situation an der Kreuzung noch einmal genauer angeschaut: 'Wie ich beobachtete, wird der Blinker von den rechts rum Fahrenden nur zu 75 Prozent, von den links rum fahrenden von noch viel weniger – etwa 25 Prozent – betätigt.' Die dem Straßenverlauf folgenden – aus der knickenden Vorfahrt also ausfahrenden Verkehrsteilnehmer – insbesondere Radfahrer, seien sichtlich verunsichert.

'Sollen sie Zeichen geben oder nicht, sich einordnen oder eine Welle fahren? Zwei Radfahrer sind abgestiegen und schoben ihre Räder über die knickende Straße, als ich um 17 Uhr den Verkehr beobachtete', berichtet der 76-Jährige weiter. Er fragt: 'Warum um alles in der Welt muss die autobahnbegleitende Straße Vorfahrt haben?' Wenn die Straße Holzhausen – Honsolgen Vorfahrt hätte und die autobahnbegleitende ein Stoppschild, gäbe es laut Dempf eine Gefahrenstelle weniger.

Genau mit diesem Vorschlag wird sich wohl demnächst der Iglinger Bauausschuss und dann auch der Gemeinderat beschäftigen.

Die beiden Straßen – Buchloe/Holzhausen und Honsolgen/Holzhausen – sind Gemeindestraßen und liegen in diesem Bereich auf Iglinger Flur, bestätigt Patrik Piller, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Igling. Er werde die Anregung an den Zweiten Bürgermeister Günter Först weiterleiten.

Ortstermin und Diskussion

Außerdem wird wahrscheinlich im Oktober eine sogenannte Verkehrsschau stattfinden, an der unter anderem Gemeinderäte sowie Vertreter der Landsberger Polizeiinspektion und des Landratsamtes teilnehmen. Anschließend werde der Gemeinderat darüber diskutieren und entscheiden, ob die Verkehrsführung an dieser Stelle geändert wird.

'Wir dürfen die Situation nicht verschlechtern', erklärt Franz Kreuzer, Verkehrssachbearbeiter der zuständigen Polizeiinspektion Landsberg, auf Nachfrage. An der Kreuzung liege keine Unfallhäufung vor. Auf der Verbindung Buchloe – Holzhausen liege die Hauptverkehrslast, das heißt, dort fahren mehr Fahrzeuge als zwischen Holzhausen und Honsolgen. Auch die Sicht spiele bei der Vorfahrtsregelung eine Rolle. Von Buchloe kommend können Verkehrsteilnehmer schlecht nach links Richtung Holzhausen einsehen. Dies alles müsse man bei einer möglichen Änderung berücksichtigen, so Kreuzer.

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