Interview
Buchloer Rapgruppe «Monkey See Monkey Do» veranstaltet zum ersten Mal eine Jam in Landsberg

Keinen Gangster-Rap, sondern Hip-Hop, in dem es um echte Themen geht. Den machen nach eigenen Angaben die Mitglieder von «Monkey See Monkey Do». Vom Text über den Beat bis zum fertigen Lied macht die Buchloer Rapgruppe alles selbst. Diverse Alben und Mixtapes sind die Ergebnisse dieses Schaffens. Die «Monkeys», das sind die Buchloer Jekk Jones (Marius Schupp) und Manix (Nico Salvo), K-Ray (Raphael Karisch) aus Landsberg, die Mindelheimer Cutmasta D (Valerij Molodew) und Tobeat (Tobias Rota) sowie Mr. KKITT (Florian Zielbauer) aus Mannheim. In der Region wurden die Rapper durch einige Konzerte, sogenannte Jams, bekannt. Jetzt geht es Richtung Oberbayern: Der nächste große Auftritt ist in Landsberg geplant. Die Buchloer Zeitung hat sich vor dem großen Ereignis mit den «Monkeys» getroffen.

Wie lange macht ihr schon zusammen Musik?

Ray: << Monkey See Monkey Do >> haben wir offiziell 2008 gegründet. Das kam über Umwege zustande, da wir alle schon vorher Musik gemacht haben, aber nicht gemeinsam.

Cutmasta: Manix und ich rappen seit sieben Jahren gemeinsam, zu der Zeit kam auch Tobeat dazu. Ray war dann aber 2006 dabei und mit Jekk haben wir vor vier Jahren zum ersten Mal einen Track gemacht. Als wir die Monkeys dann gegründet haben, kam noch Mr. KKITT dazu, unser DJ.

Wo kommt euer Name her und was bedeutet er?

Jekk: Als wir damals die Crew gegründet haben, haben wir zusammengesessen und nach einem wirklich guten Namen gesucht, und kamen dann irgendwann gemeinsam auf dieses Sprichwort.

Manix: Im Englischen ist das sehr geläufig, es bedeutet übersetzt so viel wie << Affe sieht, Affe tut >>, kann aber auch einfacher mit << nachäffen >> übersetzt werden. Und genauso wie die Affen, die oben im Baum hocken und sich ansehen, was um sie herum passiert, machen wir es auch: Wir schauen dem industrialisierten Treiben um uns herum zu und ziehen dann trotzdem immer unser eigenes Ding durch.

Ray: Außerdem mögen wir Affen. (lacht)

Um welche Themen geht es in euren Texten?

Ray: Um echte Themen. Dinge, die wir in unserem Alltag erleben. Die Leute sollen sich und ihre Probleme in unseren Tracks erkennen und merken, dass es nicht nur den Hip-Hop gibt, der in den Medien so gepusht wird.

Cutmasta: Klar geht es dabei auch um uns. Oftmals beeinflusst auch das Umfeld, die Leute, mit denen man zu tun hat, um was es geht.

Wieso macht ihr nach zahlreichen Jams in Buchloe nun eine in Landsberg?

Jekk: Es war eigentlich schon länger geplant, mal eine Jam in Landsberg zu veranstalten. Wir wollen mehr Richtung München gehen und sehen, auf welche Resonanz wir außerhalb von Buchloe stoßen. Es war jedes Mal toll, in Buchloe im Jugendzentrum aufzutreten. Aber wenn man nicht mal etwas Neues ausprobiert, kann man sich auch nicht weiterentwickeln.

Was erwartet die Besucher?

Manix: Ich trete mit einer Band auf, Jekk und Ray performen zusammen neue Tracks

Cutmasta: Tobeat und ich sind am Start, ich bin außerdem bei der Band dabei.

Jekk: Nicht zu vergessen unser DJ, Mr. KKITT. Außerdem treten als Support Freunde von uns aus der Schweiz, die Crew 90-44, auf sowie die Rapper Coonen aus Buchloe und Ben Flava aus Marktoberdorf.

Was wollt ihr mit der Jam erreichen?

Manix: Die Erwartungen der Leute, die uns schon kennen, sollen übertroffen werden. Und die, die uns nicht kennen, sollen überrascht werden, dass guter Hip-Hop definitiv noch lange nicht tot ist.

Eva Liebl

Die Hip-Hop-Jam findet am Samstag, 25. Juni, im Jugendzentrum in Landsberg, Spöttinger Straße 20, statt. Einlass ist um 19 Uhr, der Beginn der Veranstaltung um 20 Uhr. Weitere Informationen über die Buchloer Hip-Hopper gibt es auch im Internet:

www.monkey-see-monkey-do.de

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