Adventskonzert
Buchloer Musikschüler und Chöre zeigen ihr vielfältiges Repertoire

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Was in diesem Konzert geboten werde, sei 'das Ergebnis von Freude an der Musik und Liebe zur Musik', sagte Musikschulleiterin Christiane Eberhard zu Beginn des traditionellen Musikschul-Adventskonzerts im Haus der Begegnung. Das Interesse an diesem Ergebnis war wie auch in den vergangenen Jahren recht groß, denn im großen Saal blieb kaum ein Stuhl unbesetzt.

Barockes auf dem Akkordeon

Mit einem kleinen aber feinen, Mozart zugeschriebenen Menuett setzte das Musikschul-Orchester unter Eberhards Dirigat einen ersten musikalischen Akzent, bevor das Akkordeon-Ensemble (Leitung: Johannes Gretz) mit Händels wohl berühmtester Sarabande eindrucksvoll bewies, dass das Akkordeon auch für Barockmusik tauglich ist.

Die Cello-Klasse von Friderike Scheller präsentierte mit sonorem Spiel und intonatorisch weitestgehend 'unfallfrei' eine der berühmtesten Melodien Beethovens: 'Die Himmel rühmen'. Von 'Macht hoch die Tür' und 'O du fröhliche' hätte man – auch ohne Gesang – gerne mehr als nur eine Strophe gehört.

Dass ein Capriccio nicht immer ein überdreht-fröhliches Musikstück sein muss, zeigte die Gitarrenklasse von Joachim Herb. Aus dem eher bedächtigen 'Capricho Catalan' von Isaac Albeniz (1860-1909) hatte man zahlreiche Details in Tempo und Dynamik herausgearbeitet. Vorwiegend barocke Klänge bot das sehr homogen spielende Blockflötenensemble von Gisela Dardzinski, dezent begleitet von Birgit Poggendorf (Harfe) und der Gitarristin Astrid Schmeken.

Zunächst als Quartett, dann als Trio agierte das Fagottensemble. Neben dem Baletto 'La Gioia' (Die Freude) des italienischen Renaissance-Komponisten Francesco Bandusi gefielen besonders die eingängigen 'Miniaturen für drei Bassinstrumente' des Österreichers Gerhard Banco.

Stimmlich gefestigter Chor

Vorwiegend französische Weihnachtslieder in deutscher Übersetzung sang der stimmlich sehr gefestigte Kinderchor unter Leitung von Franz Müller. Das abschließende 'Als ich bei meinen Schafen wacht' war begleitet von einem ausgefeilten Arrangement für Oboe, Klarinette und Fagott.

Mit Chorgesang ging es auch nach der Pause weiter. Der gemischte Chor Vocapella mit seiner Leiterin Susanne Storz-Frischenschlager gab sich mit 'Der See g’friat zua' zunächst volkstümlich, um dann mit 'Mary’s Boy Child' eine karibische Weise zu singen – erfrischend anders, als man es von Boney M. gewohnt ist.

Als Kontrast in der Besetzung folgten zwei sehr sensibel interpretierte kammermusikalische Werke. Michelle Pulfrich glänzte auf der Altblockflöte mit einer Sonate des französischen Barock-Komponisten Jean Baptiste Loeillet, begleitet von Dimitri Nanos (Klavier) und der Cellistin Svenja Niedermaier.

Homogenes Gesangsduett

Als homogenes Gesangsduett präsentierten sich Storz-Frischenschlager und Susanne Denghel. Fans gediegener Oldies mussten dabei feststellen, dass die Melodie von 'Scarborough Fair' nicht von Simon and Garfunkel stammt.

Langer Applaus

Der 'Waldrame Krippenboarische' und eine recht flotte 'Pastorale' von Felice Giardini leiteten zum gemeinsamen Schlusslied 'Zu Bethlehem geboren' über, zu dem alle Beteiligten wieder auf der Bühne erschienen. Langer und freundlicher Applaus. Joachim Buch

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