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Buchloer ärgern sich über Hundekot auf Wiesen und Grünstreifen

Wer sich in diesen Tagen bei Sonnenschein für einen Frühlingsspaziergang in und um Buchloe entscheidet, könnte unter Umständen eine unschöne Entdeckung machen. Einer AZ-Leserin ist aufgefallen, dass nun, da der Schnee geschmolzen ist, in den Grünstreifen neben den Gehwegen und auch auf den Wiesen entlang der Feldwege Unmengen an Hundekot auftauchen. In der Bürgermeister-Förg-Straße auf Höhe des Friedhofs beispielsweise ist dies der Fall, aber auch auf den Wiesen rund um die Ridkapelle oder am Radweg in Richtung Wiedergeltingen. 'Ich habe selbst einen Hund und finde es eine Unverschämtheit, die Hundeklos nicht zu verwenden. Das Fehlverhalten von Einigen fällt ja im Endeffekt auf alle Hundebesitzer zurück', meint die Leserin weiter.

Es sehe nicht schön aus, stinke und für Kinder, die jetzt wieder draußen spielen, seien die Häufen zudem auch gefährlich. Das Geld, das der Staat durch die Hundesteuer von den Haltern einnimmt, sei doch in den Hundeklos wirklich gut investiert. 'Ich verstehe es nicht, wie jemand zu faul sein kann, diese in Anspruch zu nehmen', sagt die Buchloerin.

Momentan sind in der Stadt rund 500 Hunde gemeldet. Die Höhe der Hundesteuer liegt in Buchloe für das erste Tier bei 60 Euro, für das zweite bei 85 Euro und für jedes weitere bei 110 Euro. Insgesamt kommen so im Jahr rund 32 000 Euro in die Stadtkasse. In Buchloe stehen derzeit 40 Hundeklos. Deren Abfalltüten kosten die Stadt jährlich 2500 Euro, hinzu kommen 15 000 Euro für die Leerung der Mülleimer durch den Bauhof, heißt es im Rathaus.

Kühe fressen verschmutztes Gras

Für die Bauern, denen die Felder gehören und die dort das Futter für ihre Kühe mähen, bedeutet der Hundekot ebenfalls ein enormes Ärgernis. 'Es ist so gut wie unmöglich für uns, den Kot auszusortieren. Er gelangt dann ins Futter für unsere Kühe und kann Krankheiten übertragen. Das ist sehr ungesund für die Tiere', erläutert Bäuerin Monika Miederer.

Zudem verursache es für die Landwirte neben dem Verlust des Futters einen Mehraufwand an Arbeit, wenn sie versuchten, den Hundedreck zu umfahren.

'Seit es die Hundeklos gibt, ist die Situation ein wenig besser geworden, aber es gibt noch genug Besitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner gedankenlos liegen lassen', weiß die Bäuerin. Nach Auskunft des Landratsamts Ostallgäu ist Hundekot als Abfall anzusehen, dessen unzulässige Beseitigung durch Liegenlassen eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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