Stadtrat I
Buchloe: Mit Kunst Stadtbild aufwerten

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Von «Akzenten» in Buchloes «Prachtstraße» war die Rede, von «echten Hinguckern» und von einer «Aufwertung der Stadt» - sichtlich angetan waren die Buchloer Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung, nachdem die beiden Künstler Sigi Wiedemann und René Nebas ihre Entwürfe zur Gestaltung der beiden Kreisverkehre in der Bahnhofstraße präsentiert hatten (siehe weiteren Artikel).

Wie berichtet, hatte der Bauausschuss bereits im vorigen Jahr beschlossen, die Kreisverkehre künstlerisch zu gestalten. Ursprünglich war daran gedacht, dem Augsburger Philipp Jäger dazu den Auftrag zu erteilen. Er hatte sich bereits durch die Gestaltung des Brunnens beim Heimatmuseum hervorgetan.

Auf den Kunst-Zug sprangen laut Geschäftsstellenleiter Arthur Salger auch die beiden einheimischen Künstler Sigi Wiedemann und René Nebas auf. «Sie haben sich bei uns gemeldet, und wir nahmen ihre Vorschläge gerne mit auf», so Salger. Der Bauausschuss hatte schließlich in einer nicht-öffentlichen Vorberatung die Qual der Wahl. Jägers Entwürfe fielen dabei genauso durch wie drei weitere von Nebas und sieben zusätzliche Varianten von Wiedemann.

Nun also die Präsentation der vier Favoriten. Diese stießen bei den Stadträten auf positive Resonanz. «Ich denke, wir sollten in unserer Prachtstraße Punkte setzen, die die Stadt herausheben», meinte Bürgermeister Josef Schweinberger (CSU). Ihm gefiel am «sehr gelungenen» Wiedemannschen Vorschlag vor allem, «dass hier viele Leute aus Buchloe beteiligt sind». Auch Amely Beutlrock (UBI) bevorzugte diese Variante: «Es würde mich freuen, wenn ich das am Mindelheimer Kreisel zu sehen bekäme.» «Imponiert» hat Herbert Barthelmes (CSU) die Idee, «den Bahn- und Verkehrsknoten in Szene zu setzen». «Das hat Wirkung und passt da gut rein», meinte Rudolf Grieb (UBI).

Eher vor dem neuen Bahnhof könnte sich Grieb hingegen die Nebassche Buchstaben-Stele vorstellen. «Das wäre doch ein echter Hingucker», meinte er. Auch Herbert Barthelmes fand das «Buchstabenspiel» interessant: «Wir könnten uns dafür erwärmen.» Als «stimmig und toll gelungen» bezeichnete Bernhard Seitz (FWV) die Buchstaben-Variante, während Monika Strohmayer (SPD) resümierte: «Man sieht oft Kunst, die keiner versteht. Hier ist alles klar.» Gespannt zeigte sich Strohmayer, «wie die Bevölkerung reagiert».

Einen Fürsprecher fand auch das Modell des leuchtenden Baumes von René Nebas. Elfi Klein (Grüne) war davon geradezu «fasziniert»: «Das lockt vielleicht ein paar Leute, hier ihre Runden zu drehen».

Klein vermisste jedoch «einen grünen Alternativ-Vorschlag in Form eines echten Baumes».

Letztlich erhielten beide Künstler für ihre Vorschläge den Applaus des Gremiums. «Es freut uns ganz besonders, dass die besten Ideen von einheimischen Künstlern kamen», meinte Barthelmes, «das zeigt doch, dass sie sich mit der Stadt identifizieren».

Als «tolle Sache» bezeichnete Stadtbaumeister Herbert Wagner die Präsentation. Er hatte die künstlerische Gestaltung der Kreisverkehre angeregt und war jetzt davon überzeugt, «dass mit den Kunstwerken unser Stadtbild erheblich aufgewertet wird».

Bevor der Stadtrat seine Entscheidung fällt, werden die Modelle den Buchloern präsentiert. Sie können die Kunstwerke zu den üblichen Öffnungszeiten (außer am Freitag, 15. April) im Rathaus-Sitzungssaal besichtigen. Gefragt sind dabei auch die Bewertungen der Besucher, die sie in einem eigens ausgelegten Buch niederschreiben dürfen.

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