Landwirtschaft
Braunvieh: In der Buchloer Schwabenhalle wird der züchterische Fortschritt begutachtet

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Seit 1998 ist es mittlerweile Tradition, dass alle zwei Jahre in Buchloe bei der Deutschen Braunviehschau Stand und Zuchtziel der Tiere aufgezeigt werden – vor internationalem Publikum. Am Motto 'Die Schönsten der Besten' hat sich seitdem nichts geändert. Auch am Wochenende waren wieder Gäste aus nah und fern, aus dem Allgäu, aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und sogar Holland in der Schwabenhalle zu Gast, um sich davon ein Bild zu machen.

"Das Motto verdeutlicht nach unserer Schauphilosophie, dass sowohl Leistung und Wirtschaftlichkeit, als auch die Schönheit der Kühe Voraussetzung für die Zulassung an der Schau sind", erklärte Christoph Nieberle, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutsches Braunvieh.

In Süddeutschland leben nach Angaben der Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) derzeit 467 000 Braunviehrinder, wovon 157 400 Herdbuchkühe in knapp 4 200 Zuchtbetrieben registriert sind und für das Zuchtprogramm zur Verfügung stehen. Zur Schau nach Buchloe haben es letztlich rund 100 Kühe geschafft.

Diejenigen, die durch besonderen Körperbau und Schönheit aus der Masse herausstechen. Bei der Begutachtung der Tiere durch die Preisrichter kam es tatsächlich lediglich auf das Äußere an. Zum Beispiel auf den Beckenstand, das Euter oder das Skelett.

Auf Merkmale wie etwa ausgezeichnete Melkbarkeit, Fitness oder den Eiweißgehalt der Milch legten hingegen diejenigen Gäste mehr Wert, die sich die Nachzuchtgruppen der Bullen ansahen, die derzeit in den Besamungsstationen Memmingen und Greifenberg eingesetzt werden.

In Buchloe standen außerdem zehn Kälber und Jungrinder zur Auktion, zudem verschiedene Embryonenpakete. Dabei wurde deutlich, dass das hiesige Braunvieh auch im Ausland beliebt ist. Von rund 8 000 Zuchttieren, die jährlich von den Verbänden verkauft werden, werden laut AHG etwa 3 500 exportiert.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war bereits zu Beginn der Vorführwettbewerb der Züchterjugend. 'Die Kinder haben dabei bewiesen, wie vertraut sie mit den Kälbern sind', sagte Nieberle. Es sei wichtig, bereits der jungen Generation die Liebe zu den Tieren und den Umgang mit dem Braunvieh näherzubringen.

Während im Ring die Tiere gezeigt wurden, waren auf dem Gelände der Schwabenhalle auch noch diverse Aussteller zu Gast. Dort wurden zum Beispiel Produkte zur Stallüberwachung per Videokamera oder zur Klauenpflege vorgestellt. Die Zucht bleibe ein wichtiges Standbein der Landwirte, betonte Ehrengast Thomas Kreuzer, der Leiter der Staatskanzlei.

'Die ständige Weiterentwicklung der Technik macht aber auch vor dem Stall nicht halt', sagte er weiter. Dies zeigte unter anderem Friedrich Frank an seinem Stand. Der Oberostendorfer stellte ein Gerät vor, mit dem die Brunstkontrolle der Tiere automatisch verbessert werden kann und Fruchtbarkeitsstörungen frühzeitig aufgedeckt werden – lediglich mit einem Test weniger Tropfen Milch.

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