Verkehrssicherheit
Bei der Aktion Hallo Auto lernen Buchloer Schüler Grenzen eines Fahrzeugs kennen

'Habt ihr schon eine Ahnung, um was es heute geht?', fragt Dieter Trachte, Moderator der ADAC-Aktion 'Hallo Auto', die Mädchen und Buben der Klasse 6a. 'Autofahren', schallt es ihm laut entgegen. 'Ja fast, heute beschäftigen wir uns mit dem Bremsen', klärt Trachte die Schüler auf.

Mit der Initiative möchte der ADAC den Schülern die alltäglichen Gefahren des Straßenverkehrs nahebringen. Das Programm ist bundesweit an alle fünften und sechsten Klassen der Mittel- und Realschulen gerichtet.

Nach dem Prinzip 'learning by doing' müssen sich die Mädchen und Buben an einer Linie aufstellen und so schnell sie können zu einer zweiten Linie rennen. Dort sollen sie stoppen. Doch die Schüler kommen erst einige Meter hinter der Ziellinie zum Stehen.

In einem zweiten Versuch sollen die Kinder erst bremsen, wenn Trachte eine Fahne schwenkt. Diesmal ist der Abstand zur Linie noch größer. 'Warum hat es beim zweiten Lauf länger gedauert, bis ihr angehalten habt?', fragt der Moderator. 'Weil wir erst reagieren mussten', lautet die richtige Antwort eines Schülers.

An einem Zeitlupenlauf erklärt Trachte den Mädchen und Buben den Prozess von der Wahrnehmung durch das Auge bis zum tatsächlichen Stillstand. Schnell erarbeiten die Schüler die Formel 'Reaktionsweg plus Bremsweg ist gleich Anhalteweg'.

Anschließend demonstriert Trachte, dass diese Formel auch für Fahrzeug gilt. Auf trockener Fahrbahn führt er vor den großen Augen der Schüler eine Vollbremsung mit 50 Stundenkilometern durch. Zuvor durfte jeder mit einem Hütchen die Stelle markieren, wo er den Stillstand des Wagens vermutete.

Das Fahrzeug rauscht jedoch an den orangefarbenen Kegeln vorbei und kommt erst weit hinter dem Letzten zum Stehen. 'Bei dieser Geschwindigkeit rasiert der Autofahrer alles weg, was ihm in den Weg kommt', erklärt Trachte.

'Das heißt, ihr wärt jetzt schwer verletzt oder tot.'

Dass sich der Bremsweg noch verlängern kann, demonstriert der Moderator durch eine zweite Vollbremsung auf nasser Fahrbahn. Die Mädchen und Buben haben jedoch dazugelernt und ihre Hütchen diesmal richtig platziert. Wie sich der Anhalteweg zusammensetzt, haben sie nun verstanden.

Zuletzt erläutert Trachte den Kindern, wie wichtig ein richtig angelegter Sicherheitsgurt ist. Dazu dürfen die Schüler im Pkw des Mannes mitfahren und erleben, wie sich eine Vollbremsung aus 30 Stundenkilometern anfühlt.

Noch kurz die Merkformel abgefragt und schon ist die Demonstration wieder zu Ende. 'Ziel der Aktion ist, den Schülern zu vermitteln, dass der Anhalteweg eines Autos länger ist als vermutet', meint Trachte.

Und das haben sie auf jeden Fall verstanden.

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