Solarstrom
Auf dass die Sonne fleißig scheint

Irgendwie passte es, dass die 35.000.ste Fotovoltaikanlage im Stromnetz der Lechwerke ausgerechnet in Jengen in Betrieb ging. Mit 309 Anlagen, die erneuerbare Energie liefern, - darunter fünf großen Solarparks bei Eurishofen und Koneberg - ist die Gemeinde in der Region schon länger ein absoluter Vorreiter.

Jengens Bürgermeister Franz Hauck freute sich daher besonders, dass die Jubiläumsanlage ihren Standort in der Kommune hat. In Jengen werden derzeit 21 Millionen Kilowattstunden umweltfreundliche Energie gefördert. «Das ist rund das Dreifache von dem, was die Gemeinde verbraucht», erklärte Hauck. Damit leiste man einen guten Beitrag auf dem Weg, von der Atomkraft wegzukommen.

Boom hält unvermindert an

«Der Boom der erneuerbaren Energien hält in unserem Netzgebiet unvermindert an», bestätigte auch Theo Schmidtner, Geschäftsführer der LEW Verteilnetz GmbH. Allein im Landkreis Ostallgäu sei die Zahl der Fotovoltaikanlagen, die in das LEW-Netz einspeisen, vom Jahr 2009 auf das Jahr 2010 um 1630 angestiegen. Insgesamt gibt es im Landkreis nun 4942 Fotovoltaikanlagen.

Das Netzgebiet der LEW umfasst Schwaben sowie Teile Oberbayerns. Die Lechwerke AG gehört zur RWE-Gruppe und ist für rund 500000 Kunden tätig. Laut Unternehmen speisen rund 36000 Anlagen erneuerbare Energien in das Netz ein, darunter 35000 Fotovoltaikanlagen. Bei den übrigen handelt es sich im Biomasse-, Wasserkraft- sowie (wenige) Windkraftanlagen. Gemeinsam erzeugten sie 2009 rund 1,7 Terawattstunden Energie, die Vergütung dafür betrug 336 Millionen Euro.

«Total überrascht»

«Die Geschwindigkeit, in der Fotovoltaikanlagen zunehmen, hat uns total überrascht», sagte Schmidtner: «Obwohl uns diese Entwicklung sehr fordert, stehen wir ihr sehr positiv gegenüber.» Bei der LEW kümmern sich nach eigenen Angaben 70 Mitarbeiter allein darum, die Neuanträge und Vergütung für Anlagen, die erneuerbare Energie produzieren, zu bearbeiten.

Der Boom von dezentralen Erzeugungsanlgen mache allerdings auch einen Ausbau des Nieder- und Mittelspannungsnetzes erforderlich, betonte Schmidtner. In diesem Jahr hat die LEW nach eigenen Angaben 20 Millionen in diesen Ausbau investiert.

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