Neues Versorgungskonzept
Ascher Schule in Fuchstal soll mit Nahwärme beheizt werden

2Bilder

Das Fuchstaler Nahwärmenetz soll in Asch um ein gutes Stück erweitert werden. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fällten die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig. Dazu wird ein 600 Meter langer Abzweiger von der Haupttrasse der Wärmeleitung gebaut, die schon jetzt von der Biogasanlage 'Gröber-Ruf' zur Mittelschule führt. Damit werden dann die Ascher Grundschule und weitere etwa 20 Wohn- und Geschäftsgebäude in der Nachbarschaft versorgt. Das warme Wasser könnte bereits im Herbst dieses Jahres fließen, vorausgesetzt, die Anlieger halten ihre erste gegebene Zusage aufrecht.

Zusagen der Anlieger müssen weiter gelten

Andernfalls werde man das Projekt fallen lassen, erklärte Bürgermeister Erwin Karg. Vorgestellt hatten das von ihnen entwickelte Konzept der Bautechniker Winfried Magg und der Regelungstechniker Andreas Nitsch. Es sei wirtschaftlich und rundum zu empfehlen, meinte Magg abschließend.

Ursprünglich hatte die Gemeinde geplant, die Ascher Schule und den Nachbarbereich mit einem kleinen Heizkraftwerk zu versorgen, das nach Möglichkeit mit dem auch Elefantengras genannten Miscanthus betrieben wird.

Abwärme der Biogasanlage wird genutzt

Nun schöpft man jedoch vorrangig die verbliebenen Restkapazitäten der Abwärme aus der Biogasanlage aus. Lediglich für besonders kalte Tage benötige man eine zusätzliche Wärmequelle, erläuterten die Planer, hierzu empfehle man einen Gaskessel.

Auf die Anregung von Rat Johannes Wolffhardt, zumindest hierfür die zunächst angedachte Beheizung mit Elefantengras ins Auge zu fassen, erklärte Magg, die dazu erforderliche Investition sei für eine Spitzenablastung unrentabel.

Man könne sich mit der Entscheidung über die Art der Zusatzheizung aber ruhig noch Zeit lassen, ergänzte Karg.

Zum einen rechne er nicht damit, dass alle Privathaushalte sofort anschließen. Außerdem könne man für den Notfall auch noch die vorhandenen Ölfeuerungen in Mittelschule und in der Ascher Grundschule einsetzen.

In Aussicht stehen Fördermitteln aus dem KfW-Programm in Höhe von etwa 110 000 Euro, erläuterte Winfried Magg. Dafür sei jedoch die genaue Dimensionierung der Anlage notwendig. Dies bedeutet, dass sich die Hauseigentümer sofort entscheiden müssen, ein späterer Anschluss ist zumindest in den nächsten Jahren dann für sie nicht mehr möglich.

Versammlung für die Anlieger ist geplant

Man werde deshalb alle Anlieger in den betreffenden Straßenabschnitten zu einer Versammlung einladen, kündigte Karg an. Gehen dann eine ausreichende Anzahl von Zusagen ein, kann sofort mit der Detailplanung, dem Stellen der Zuschussanträge und der Ausschreibung begonnen werden. Hierfür erteilten die Gemeinderäte dem Bürgermeister bereits die Ermächtigung.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen