Pläne
Architekt nimmt zu Bürgeranregungen Stellung - Kein Vordach am neuen Buchloer Bahnhof

Wochenlang hatten die Buchloer Gelegenheit, das Modell des neuen Bahnhofs nach der ersten Präsentation im Januar zu begutachten. 54 Bürger taten ihre Meinungen kund. 27 davon stimmten der Planung klar zu, teilte Bürgermeister Josef Schweinberger mit, zwölf lehnten sie deutlich ab.

Anregungen gab es zudem zur Lage des Gebäudes am Kreisverkehr, zum Dach der Empfangshalle und zum Dachüberstand. Genau damit befassten sich der Planer und der eigens gegründete Arbeitskreis «Bahnhof» mittlerweile erneut.

Kuppel über der Halle

Die wichtigste Änderung im Gegensatz zu den Plänen vom Januar habe sich beim Hallendach ergeben, sagte Architekt Marc Ulrich. Dort thront künftig in der Mitte ein kuppelförmiges Oberlicht. Dieses biete «interessante Lichtspiele in einem Raum, der eine klare Sprache spricht», so Ulrich. Gelöst ist damit auch die Frage nach der Entwässerung des Hallendachs bei Schnee oder Regen.

Entschieden habe man sich dazu, die Fassaden in Faserzementplatten auszuführen. «Das ist durchaus ästhetisch und hält auch etwas aus. Die von einigen angeregte Naturstein-Fassade haben wir in der ganzen Stadt nicht gefunden», sagte Ulrich.

Das südliche Gebäude am Kreisverkehr sei an der engsten Stelle drei Meter von der Straße entfernt. Ein Abstand, der nach Einschätzung des Planers «völlig ausreichend» ist. Ulrich plädierte auch dafür, auf einen Dachüberstand zu verzichten: «Wir haben dieses Thema wirklich intensiv und leidenschaftlich diskutiert.» Die «prägnante Ausformung des Gebäudes» komme aber ohne Überstand besser zur Geltung und stelle die «profiliertere Form» dar.

Auch die Mehrheit des Stadtrates konnte sich schließlich vorstellen, auf den Dachüberstand zu verzichten und stimmte mit 13 zu neun Stimmen dafür.

In der anschließenden Diskussion gab es nur noch wenig Klärungsbedarf. Monika Strohmayer (SPD) störte sich erneut an der Nähe des Gebäudes zum Kreisverkehr und meinte, die «Bahn könnte sich finanziell mehr beteiligen». Rudolf Grieb (UBI) bat darum, zu prüfen, ob man das Dach des nördlichen Gebäudeteils für Fotovoltaik nutzen könnte. «Wenn sichs rechnet, machen wir es», versicherte Bürgermeister Schweinberger.

«Auf einen besonderen Bahnhof» freute sich Elfi Klein (Grüne) und Ambros Ablasser (CSU) sagte, er möchte sich «den wunderschönen Bahnhof am liebsten stundenlang ansehen».

Nach der Genehmigung der Pläne durch den Stadtrat ist dieser erneut gefordert. Nun müsse für den gesamten Bereich am Bahnhof mit zentralem Busbahnhof und Bahnhofsvorplatz ein Bebauungsplan aufgestellt werden, blickte der Bürgermeister in die Zukunft: «Wir wollen dabei keine Bremse sein. Wir sollten uns aber darüber im Klaren sein, dass wir für die Anlage dort noch mal Geld in die Hand nehmen müssen.»

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