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Anschläge zum 11. September haben Spuren hinterlassen - auch bei Buchloern und US-Verwandten

Der 11. September 2001 veränderte die Welt. Nahezu jeder erinnert sich bis heute, wo und wie er an diesem Dienstag von der Katastrophe erfahren hat. Dieser Tag hat Spuren hinterlassen und Leben verändert. Auch Familien aus Buchloe und deren Verwandte aus den USA sind bis heute betroffen von den Veränderungen der Anschläge.

Gerhard und Renate Löhr aus Buchloe gehörten zu denen, die einerseits so weit weg waren und doch mittendrin: Ihr Sohn Gernot arbeitete am 11. September 2001 an der Wall Street in New York. Er bekam die Anschläge aus nächster Nähe mit, überlebte - und hatte noch lange mit den Folgen zu kämpfen. Etwa ein halbes Jahr nach der Katastrophe erblindet er.

Der Staub des zerstörten World Trade Centers habe sich in den Klimaanlagen der Büros abgesetzt und sei überall auf den Straßen gewesen. Für etwa zwei Wochen konnte der damals 32-Jährige nichts sehen. Daraufhin wurde er von Spezialisten behandelt. Es dauerte allerdings insgesamt zwei Jahre, bis sein Sehvermögen wieder vollständig zurückkehrte, noch heute hat er manchmal Probleme. Ebenfalls noch lange beschäftigt hat Gernot Löhr, dass damals viele seiner Kollegen bei den Anschlägen ums Leben gekommen sind.

Die Eltern sind schon kurz nach den Terroranschlägen wieder zu ihrem Sohn in die USA geflogen. Auch er selbst ist geschäftlich immer noch sehr viel mit dem Flugzeug unterwegs. << Ich bin aber bis heute bei diesem Thema sehr sensibel. Sobald ich etwas von Terroranschlägen in den Nachrichten höre, kommt sofort wieder alles hoch >>, sagt Renate Löhr.

Silvia Andrews lebt seit 1997 in Texas in den USA, ursprünglich kommt sie aus Jengen. Seit dem 11. September 2001, bestätigt auch sie, habe sich in Amerika vieles verändert. Beispielsweise an den Schulen: << Dort ist nun immer ein Polizist im Haus, die Türen sind verschlossen und es wird ein Besucherausweis benötigt >>, erzählt sie. Bei Veranstaltungen aller Art gebe es wesentlich mehr Polizeischutz als früher. Ebenso verstärkt wurden die Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen.

Ihre Tochter, die in den USA aufgewachsen ist, sagt: << Die Vorurteile gegen alle Menschen arabischer Herkunft sind größer geworden, auch gegen die, die amerikanische Bürger sind. Die Amerikaner neigen inzwischen aber dazu, das Positive dieses furchtbaren Ereignisses zu sehen >>, erzählt die 19-Jährige. Das Land sei zusammengerückt und stärker geworden >>.

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