Arbeitskreis
Am Sonnenfeld in Asch soll Sonne auch die Energie liefern

Über zwei Ansätze für energiesparendes Wohnen in der Zukunft – das Passivhaus und das Sonnenhaus – referierten bei der jüngsten Veranstaltung des Fuchstaler Arbeitskreises Energie Johannes Wolffhardt und Andreas Nitsch im Ascher Haus der Begegnung.

Hintergrund bildet die Ausweisung des neuen Baugebietes in Asch, so Wolffhardt, das der Gemeinderat nicht ohne Bezug 'Sonnenfeld' genannt hat. Hier sind mit einer durchgehenden Südausrichtung der 38 Häuser und durch die Vermeidung von Beschattungen Bauweisen möglich, bei denen die Sonne einen großen Teil der benötigten Energie liefert.

Wolffhardt beschrieb die Grundidee beider Konzepte. So werde beim Passivhaus auf die 'Hülle des Gebäudes' wert gelegt, beim Sonnenhaus spiele die Anlagentechnik die entscheidende Rolle. Für das Passivhaus nannte der Architekt neben der Orientierung zur Sonne und einer kompakten Bauweise die optimale Dämmung von Wänden, Decken und Fenstern und die Wärmerückgewinnung bei der Lüftung als ausschlaggebend.

Die bei der Dämmung geltenden Werte würden bis zum Jahr 2018 den EU-Richtlinien für Neubauten entsprechen. Andreas Nitsch, Experte für Steuer- und Regelungstechnik, empfahl das Sonnenhaus als Konzept mit Zukunft, da man auch ältere Häuser umrüsten könne.

'Wir leben im sonnenreichsten Gebiet von ganz Deutschland', erklärte er, deshalb mache eine derartige Lösung Sinn. Zudem schicke die Sonne im Gegensatz zu anderen Energielieferanten 'keine Rechnung'.

Elemente der Anlage sind ausreichend große Kollektoren, die wegen der Orientierung an die winterliche Heizperiode steil aufgestellt werden müssen und ein Puffer für die Speicherung der Wärme. Einig waren Nitsch und Wolffhardt sich darin, dass eine Kombination beider Konzepte Erfolg verspricht.

'Wohlwollende Prüfung'

In der Aussprache wies ein Besucher darauf hin, dass energiesparendes Bauen häufig an Bebauungsplänen und an einem Gemeinderat scheitere, für den die Ästhetik der Gebäude im Vordergrund stehe. Wolffhardt, der selbst im Fuchstaler Rat vertreten ist, versprach, dass man jeden Entwurf 'wohlwollend' prüfen werde.

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