Alkohol im Straßenverkehr - Präventionstag am Gymnasium Türkheim

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Was kann es für Folgen haben, wenn ich betrunken am Steuer sitze? Dieser Frage konnte am großen Präventionstag am Türkheimer Gymnasium nachgegangen werden. Organisiert wurde die Veranstaltung, die sich kritisch mit dem Thema Alkohol auseinandersetzte, von der JFG Wertachtal, der AOK und dem Landratsamt Unterallgäu.

Das Interesse der Jugendlichen war jedoch gering.

Das Ziel der groß angelegten Veranstaltung, die es zum letzten Mal im Jahr 1994 mit einer Besucherzahl von etwa 500 Kindern und Jugendlichen gab, formuliert Gerhard Grund, Organisator von der JFG Wertachtal, so: 'Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger aufklären, sondern zum Nachdenken anregen.' Seine Vision sei es, dass künftig Veranstaltungen – vor allem jene von Vereinen – ohne Alkohol zur Normalität werden und nicht umgekehrt.

Die Besucher des Präventionstages konnten mittels einer Rauschbrille testen, wie das Sehvermögen mit einem entsprechenden Promillewert an Alkohol im Blut beeinträchtigt wird. Mit dem ADAC-Gurtschlitten erlebten die Jugendlichen, wie sich ein Aufprall bei einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometer anfühlt.

Beim Motorradsimulator zeigte sich, wie schwer ein Zweirad bei hoher Geschwindigkeit zu lenken ist. Wie Grund erklärte, wolle man die Jugendlichen nicht daran hindern zu feiern, sondern ein anderes Bewusstsein für das Thema Alkohol schaffen.

Höhepunkt des Präventionstags war eine Unfallsimulation, die den Jugendlichen die Rettungskette bei einem Verkehrsunfall zeigen sollte. Den Zuschauern dieser nachgestellten Szene erklärten Polizei und Feuerwehr, dass in der Realität oft die Schaulustigen ein großes Problem darstellten.

Darum appellierten die Lebensretter an die Jugendlichen, die das Geschehen gespannt verfolgten: 'Wenn die Polizei, Feuerwehr und Notarzt schon alarmiert sind, dann einfach weiterfahren.'

Getreu dem Motto fand am Abend eine Disco in der Sporthalle des Gymnasiums statt. Gerhard Miorin, der Mitorganisator von der AOK, zeigte sich jedoch enttäuscht über die Besucherzahl von gerade einmal rund 50 Jugendlichen.

'Wir haben über 3000 Schüler und Schulen angeschrieben. Die Resonanz ist zu wenig für den Aufwand. Wir haben immerhin ein Dreivierteljahr organisiert', sagte Miorin.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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