Stadtrat
Acht Cent mehr fürs Wasser

Von 67 auf 75 Cent pro Kubikmeter erhöht wird die Gebühr für das Buchloer Trinkwasser. Nach dem Werkausschuss (wir berichteten) stimmte auch der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend der Preissteigerung zu.

Wie berichtet, reichen die bisherigen Gebühren nicht mehr aus, um die laufenden Kosten für den Betrieb der Wasserversorgung zu decken. Bürgermeister Josef Schweinberger sprach von einigen unerwarteten Leitungssanierungen in diesem Jahr, etwa in der Bahnhofstraße. Auch in den Flächenerwerb im Wasserschutzgebiet sei wieder investiert worden.

Und noch eine Sache belastet die Entwicklung des Buchloer Wasserpreises: In der Stadt wird immer weniger Wasser verbraucht. Kalkuliert wurde bislang mit rund 800000 Kubikmetern, inzwischen geht die Verwaltung aber nur noch von einem Verbrauch von 710000 Kubikmetern jährlich aus.

Gerade dieser Punkt beschäftigte Elfi Klein (Grüne): «Die Leute sparen und werden dafür noch durch einen höheren Preis bestraft.» Das Sparen sei durchaus «sehr, sehr sinnvoll», entgegnete ihr der Bürgermeister, «aber die Aufwendungen, die wir haben, bleiben gleich hoch».

Schweinberger ließ auch durchblicken, dass das Buchloer Wasser in zwei Jahren erneut teurer wird. Denn voraussichtlich im Jahr 2013 sollen neue Speicherbehälter und eventuell auch eine Entkalkungsanlage in Betrieb genommen werden. Die Investitionen dafür sind in der aktuellen Kalkulation noch nicht berücksichtigt, weil die Planungen noch nicht abgeschlossen sind.

Helmut Jambor (SPD) prophezeite für diesen Zeitpunkt einen Preis «von einem Euro oder mehr». Er forderte, die Anpassung nicht nur für die nächsten zwei Jahre, sondern gleich für vier Jahre zu kalkulieren. «Eine Erhöhung für den Zeitraum von zwei Jahren bietet doch gerade unseren Großabnehmern keinerlei Planungssicherheit», argumentierte Jambor.

«Unser größter Abnehmer verbraucht etwa 150000 Euro pro Jahr», rechnete Schweinberger vor, «bei der angestrebten Erhöhung macht das gerade mal ein paar Tausend Euro mehr aus».

Herbert Barthelmes (CSU) verwahrte sich dagegen, «dass wir hier leichtfertig mit Gebühren umgehen. «Bei einem Haushalt mit zwei bis vier Personen liegt die Erhöhung im Monat zwischen 0,70 und 1,20 Euro», sagte Barthelmes.

Sauberes Trinkwasser

Den Wert des sauberen Trinkwassers stellte Rudolf Grieb (UBI) in den Vordergrund. «Wir sollten uns glücklich schätzen, hier zu leben», meinte er. Die Sauberkeit des Wassers sei auch ein Verdienst der hiesigen Landwirte, warf Josef Rid (FWV) ein. Franz Lang (parteilos) störte sich etwas daran, «dass man immer dann anfängt, den Preis zu kritisieren, wenn es um unser wertvollstes Gut geht».

Gegen die Stimmen Elfi Klein (Grüne), Monika Strohmayer und Helmut Jambor (beide SPD) einigte sich der Stadtrat schließlich auf die Gebührenerhöhung. Sie tritt zum 1. Januar 2011 in Kraft.

 

Der Stadtrat stimmte für eine Gebührenerhöhung des Buchloer Trinkwassers. Archiv-Foto: Anne Wall

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