Konzert
63. Buchloer Serenade mit dem Volksmusikspielkreis

Eigentlich ist das Konzept der erfolgreichen, von Kirchenmusiker Thorsten Schmehr ins Leben gerufenen Reihe «Buchloer Serenade», die am vergangenen Wochenende ihre mittlerweile 63. Auflage erlebte, ganz einfach: eine halbe Stunde Musik, unterbrochen von mehr oder minder großen Anteilen an Textbeiträgen.

Meistens konnte dieser Zeitrahmen natürlich nicht eingehalten werden und das treue Serenaden-Pubklikum ist daher daran gewöhnt, dass es doch länger dauert. Entsprechend machte man auch am Sonntag beim Auftritt des Volksmusikspielkreises der Musikschule der Volkshochschule Buchloe in der St.-Stephans-Kirche zunächst keinerlei Anstalten, zu gehen, als das << offizielle >> Programm (natürlich gabs dann doch noch eine Zugabe) nach etwa 35 Minuten tatsächlich vorbei war.

Zuvor hatte man - wenn auch krankheitsbedingt ausfall- >>geschwächt >> und daher nicht in der sonst üblichen Besetzung - in acht Stücken wieder einen kleinen, aber abwechslungsreichen Querschnitt erleben dürfen, was in der Besetzung zwei Gitarren, zwei Hackbretter sowie Zither, Blockflöte, Harfe und Kontrabass möglich ist.

Ensembleleiter Maximilian Osterried plauderte zwischendurch durchaus informativ etwas aus der Schule - oder besser: aus der Szene - und griff im Schlussstück, dem << Staad-Schleuniger >> aus Vorarlberg, das mehr als deutlich von den starken Tempokontrasten als Spannungselement lebte, statt zur Gitarre zur Harmonika.

Spezielle Klang-Zuckerl

Auch alle anderen Stücke hatten so ihr jeweils spezielles Klang-Zuckerl, in der bewährt intelligent abwechslungsreichen Arrangements beziehungsweise Einrichtungen von Osterried: Sei es der licht durchbrochene Umgang mit dem motivischen Material im << Halbwalzer vom Kaufmann Schorsch >>, im raffinierten Abspiel kurzer Solopassagen für Harfe und Hackbrett wechselweise in der << Polka vom Kaufmann Schorsch >> oder dem griffig-langsam umgesetzten Thema in << Dinsltag >>.

Vergleichsweise hell und sprungfreudig gepfeffert der << Allgäuer Schottisch >>, gefolgt von den << Kärntner Hochzeitstänzen >> als Ruhepunkt, in dem sich hörenswerte << Gespräche >> zwischen Harfe, Flöte und Hackbrett entfalteten.

Wieder andere Klangfarbenkombinationen erlebte man im << Kirchdorfer Dreher >> - Harfe/Zither/Hackbrett - , dessen Schluss etwas überraschend kurz angebunden ausfällt. Vervollständigt wurde das Programm mit dem Stück << Für Charly >>, 2009 von Hartmut Brandt geschrieben und einem verunglückten Freund gewidmet. Ein kurzer, aber rundherum reizvoller Konzertabend.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen