Jubiläum
50 Jahre ESV Buchloe - Eine traditionsreiche Sparte

Heute ist das Wettkampfgerät der Stockschützen modern, besteht aus Stockkörper, verschiedenen Laufsohlen und Stiel. In den 1950er und 1960er Jahren war das noch anders. Damals wurde in Buchloe auf dem Langen Weiher mit selbst gebauten Eisstöcken gespielt, Sonntag für Sonntag. Der hölzerne Körper gedrechselt, der eiserne Ring geschmiedet. Die Daube war ein viereckiger Holzwürfel der Marke Eigenbau, mit roter Farbe bemalt. Mit der Kante des Stockes wurden Kerben in das Eis geschlagen, als Tritthilfe. Ein aufgezeichnetes Spielfeld gab es aber noch nicht.

Dafür ließen sich die Aktiven einiges einfallen, um ihr Spiel möglichst attraktiv zu gestalten: 'Die Sieger kassierten von der unterlegenen Mannschaft pro Punkt fünf Pfennig', erzählt Günther Asner.

Als im Jahr 1961 der Eissportverein gegründet wurde, schlossen sich die Stockschützen an. Und damit begann auch die Modernisierung des Stockschießens in Buchloe.

Der ESV baute sein neues Domizil an der Eschenlohstraße. Dort wurden auf Kunsteis neue Bahnen gezogen, wenig später gab es mithilfe von Eisenbahnschwellen und einer starken Folie auf dem Nebenplatz eine weitere Stockbahn.

'Leider kam man nie auf dieser Bahn zum Spielen, weil es nur ganz selten Eis gab, dieses immer wieder riss oder abtaute', erzählt Asner weiter. Und schließlich entstand im Jahr 1978 das Eisstadion an der Rießerseestraße, eine neue Ära wurde eingeläutet.

Der damalige Vorsitzende Toni Mangler spendete neue Dauben aus Hartgummi, die Stöcke bekamen wechselbare Gummisohlen und die ersten Turniere wurden veranstaltet.

'Mit Klaus Wiedemann hatten wir einen Spezialisten im Verein, der ein Kratzgerät für die Eismaschine konstruierte. So konnte man das Eis aufrauen, um Schnee auf der Bahn zu haben', erinnert sich Asner.

Die Abteilung wurde mit der Zeit immer größer, bis zu fünf Buchloer Mannschaften nahmen an Meisterschaften teil. Und dort ließen auch die ersten Erfolge nicht lange auf sich warten. Von der Kreisklasse C ging es für Adolf Maier, Erwin Strobel, Thomas Schöttel und Alois Graf schnell bis in die Bezirksoberliga. Zur Tradition wurden auch die alljährliche Stadtmeisterschaft sowie ein Dreikönigsturnier.

Zwei Veranstaltungen, die auch heute noch ausgetragen werden. Asner weiß noch viele weitere Anekdoten zu berichten. Geschichten von geselligen Abschlussfahrten und der freundschaftlichen Verbindung zu benachbarten Vereinen.

'Ein seht guter Begleiter war auch der Eisenbahnersportverein, der uns im Sommer die Asphaltbahn zur Verfügung stellte', sagt er weiter.

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