Jubiläum
25 Jahre Magnus-Werkstätten Holzhausen

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'Wer uns Arbeit gibt, der gibt uns Brot. Wir wollen nicht betteln, sondern arbeiten!'Dieser Leitsatz von Regens Johann Evangelist Wagner, dem vor 125 Jahren gestorbenen Begründer der Regens-Wagner-Stiftungen, zog sich wie ein roter Faden durch die Ansprachen beim Festakt anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Magnus-Werkstätten in Holzhausen.

'Arbeit gehört zur Würde des Menschseins', betonte Monsignore Hans Appel, derzeitiger Direktor der Regens-Wagner-Stiftungen. Arbeit habe einen hohen Stellenwert, sei lebensnotwendige, erklärte Gerhard Reile, Mitglied des Vorstandes Regens-Wagner-Stiftungen.

'Menschen mit Behinderungen können selbstbewusst einen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt leisten', so definierte Stellvertretende Landrätin Ruth Sobotta den Begriff 'Arbeit'. Begonnen hatte die Festveranstaltung mit einem vom Mitarbeiterchor unter der Leitung von Anette Böckler musikalisch umrahmten Gottesdienst, den Monsignore Hans Appel, Pfarrer Johannes Huber und Diakon Harald Walter gemeinsam mit Beschäftigten, Betreuern und vielen Ehrengästen feierten.

Monsignore Appel lobte in seiner Predigt den großen Einfallsreichtum der Mitarbeiter und Gruppenleiter, wenn es darum gehe, in den Werkstätten hochqualifizierte Arbeit zu leisten. Im sich unmittelbar anschließenden Festakt, den Trommel- und Volkstanzgruppe der Einrichtung mit ihren Darbietungen auflockerten, nannte Gerhard Reile zwei Dinge, die das Besondere der Magnus-Werkstätten mit ihren 220 Arbeitsplätzen ausmachten.

Zum einen sei das die dezentrale Ausrichtung mit Beschäftigten nicht nur in Holzhausen, sondern auch in Buchloe und Landsberg. Das zweite sei die Vielfalt der Arbeitsbereiche, von Aufträgen für Weltfirmen über eigene Produkte bis zu Dienstleistungen.

'Das Selbstverständnis der Arbeit, ganz in der Tradition der Katholischen Soziallehre', so Reile, gelte nicht nur für die Magnus-, sondern für alle zehn Regens-Wagner-Werkstätten. Für die Zukunft der Magnus-Werkstätten sieht Reile weitere Möglichkeiten im Dienstleistungsgewerbe, in andere Betriebe ausgelagerte Arbeitsplätze sowie die Möglichkeit, Abschlüsse nachmachen zu können.

Dr. Thomas Goppel bezeichnete die Einrichtung in Holzhausen als 'eine Art Taktometer, die uns daran erinnert, nicht zu schnell zu werden und gemeinsam im Takt zu bleiben'. Ruth Sobotta lobte die besondere Atmosphäre in den Werkstätten, den Respekt und die gegenseitige Hochachtung, mit denen Beschäftigte und Betreuer einander begegneten. Sie sei stolz, eine solche Einrichtung, die gleichzeitig ein großer Arbeitgeber sei, im Ort zu haben, betonte Bürgermeisterin Christl Weinmüller.

Das Ehrenamt 'Beirat' als Verbindung zwischen Einrichtung und Elternhaus müsse immer im Auge behalten werden, mahnte Beiratsvorsitzende Gudrun Berstecher, die einen kleinen Überblick über die Arbeit in dem Gremium vermittelte. Gesamtleiter Ulrich Hauser schließlich gab eine kurze Einführung in die Ausstellung mit den Bereichen Geschichte der Werkstätten, Bau- und Erweiterungstätigkeiten, Arbeitsangebote sowie Förderung und Leben bei Regens Wagner Holzhausen, der sich ein Rundgang, vorbei an den Bildern und Informationstafeln anschloss.

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