Großrazzia
Polizei findet Waffenlager und Drogen bei Buchenberg

Die Polizei hat umfangreiche Waffen und Betäubungsmittel sichergestellt.
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  • hochgeladen von Lisa Hauger

Mit einer Hundertschaft ist die Polizei am Donnerstag Vormittag bei Buchenberg angerückt. Die Ausbeute der Großrazzia: Ein Waffenlager, unter anderem mit Kurz- und Langwaffen (darunter ein Repetiergewehr und eine Kipplaufflinte), einem vollautomatischen Sturmgewehr, über 430 Schuss Munition, rund 350 Gramm Schwarzpulver und diverse Schreckschusswaffen. Darüber hinaus fanden die Beamten rund 15 Gramm Speed, etwa 120 Gramm Marihuana und sechs Cannabispflanzen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei beläuft sich die Anzahl der sichergestellten Asservate auf über 200. Etwa 110 davon unterliegen dem Waffengesetz.

In einer eigens einberufenen Pressekonferenz hat Einsatzleiter Marcus Hörmann am späten Nachmittag über die Razzia informiert. Zwei Gebäude hat die Polizei demnach im Bereich Buchenberg durchsucht. Zwei Männer, 41 und 45 Jahre alt, wurden dem Haftrichter vorgeführt. Der Vorwurf: Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz. Die beiden Männer kamen schließlich in zwei Justizvollzugsanstalten.

Hörmann: "Ein außergewöhnlicher Fund, einer der größten Funde, die wir hatten, bezogen auf einzelne Personen". "Mit dem Einsatz gelang ein Schlag gegen die illegale Waffen- und Rauschgiftszene im Allgäu", heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Waffen waren quer über das Anwesen verteilt, offenbar handelt es sich bei den Beiden um Waffennarren. Was die Drogen angeht, geht Hörmann davon aus, dass die Menge zu viel für den Eigenbedarf ist. Es müsse allerdings noch ermittelt werden, ob damit Handel getrieben wurde.

Zwei Personen im Alter von 65 und 69 Jahren befanden sich ebenfalls in den Anwesen. Die Polizei leitete ein Verfahren nach dem Waffengesetz ein. Nach Beendigung der polizeilichen Sachbearbeitung setzten die Beamten die beiden aber wieder auf freien Fuß.

Dem heutigen Tag gingen mehrmonatige Ermittlungen voraus. Die beiden Männer (41 und 45) sind seit mehreren Jahren polizeibekannt: Bereits im Juni 2019 führte die Polizei eine Durchsuchung bei den zwei Männern durch. Schon bei der damaligen Durchsuchung fand die Polizei mehrere Schreckschusswaffen, Elektroschocker, „scharfe“ Kurz- und Langwaffen sowie Waffenteile wie Schalldämpfer. Die Beamten stellten die Waffen sicher und beschlagnahmten geringe Mengen an Betäubungsmittel.

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