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Wie Firmen und Branchen auf die Coronakrise reagieren: Wasserskilift in Blaichach steht still

Auch der Wasserskilift in Blaichach steht aufgrund der Corona-Krise still.
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Die Wassersport-Saison hat aufgrund des sonnigen Frühlingswetters pünktlich zu den Osterferien Fahrt aufgenommen. Allerdings treffen auch den Wassersport in der gegenwärtigen Lage viele Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Wie in vielen anderen Bereichen auch, wird den Betroffenen in dieser Zeit großes Verständnis, aber vor allem auch Einsicht und selbstkritisches Handeln abverlangt. Neben vielen Geschäften, Bergbahnen und Freizeiteinrichtungen, die geschlossen sind, trifft es auch den Wasserskilift Allgäu in Blaichach.

Vorbereitungen für die Saison schon getroffen

Seit Ende letzten Jahres stehen die Anlagen still. Eigentlich hätte der Betreiber, Christian von Lerchenfeld, schon vor Ostern seine Saison begonnen, doch daraus wurde nichts. "Wir haben alles vorbereitet, wir haben für unseren Kiosk alles eingekauft und die Anlage auf Vordermann gebracht. Dann durften wir nicht öffnen", so der 59-Jährige. "Letztes Jahr war der Sommer sehr wechselhaft mit Regen. Wir haben eigentlich viele Hoffnungen auf diesen Sommer gelegt, auch weil es schon sehr früh warm wurde, die Hoffnungen sind jetzt aber auch wieder zerstört", erklärt der Betreiber weiter.

Mitarbeiter verdienen kein Geld

Doch wann es weiter geht, ist unklar. Wassersport ist aktuell erlaubt, aber nur mit Geräten, die nicht mit einem Motor betrieben werden. So zum Beispiel Stand-up-Paddeln, Kitesurfen etc. Um sich wenigstens etwas dazu verdienen zu können und laufende Kosten zu decken, hat Lerchenfeld jetzt seinen Kiosk geöffnet. "Durch einen Tipp von einem Kollegen haben wir unseren Kiosk geöffnet, allerdings nur für To-Go", so der 59-jährige, der den Lift erst letztes Jahr wieder übernommen hat. Aber nicht nur ihn trifft die Schließung hart. Auch die Mitarbeiter, die eigentlich den Sommer über am Wasserskilift arbeiten würden, verdienen kein Geld. Anträge auf Kurzarbeit wurden gestellt, aber nach eigenen Angaben noch nicht beantwortet.

Mindestabstände könnten eingehalten werden

Doch warum auch ein Wasserskilift nicht öffnen darf, kann sich der 59-Jährige bis heute nicht erklären. "Bei uns wäre die Einhaltung der Mindestabstände überhaupt kein Problem. Beim Anstehen am Lift können wir Kästen auf den Boden aufmalen. Damit hält jeder seinen Mindestabstand ein. Und auch die Abnehmer, an denen die Zugseile befestigt sind, sind rund 90 Meter auseinander, also mehr als die 1,5 Meter Mindestabstand", so Lerchenfeld. Wie es weiter geht, ist unklar. Der Betreiber hofft, dass die Saison so bald losgeht, lange gehen wird und der Wettertrend sich so weiter fortsetzt. Schon jetzt fehlen ihm nach eigenen Angaben Einnahmen im fünfstelligen Bereich, "die man einfach nicht mehr einholen kann".

Auch die ORA-Lounge in Sonthofen muss das beste aus der Coronakrise machen. 

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