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Seltener Gast: Tierklinik Blaichach päppelt gefährdeten Rotmilan auf

Ein gefährdeter Rotmilan wird gerade in der Tierklinik Blaichach behandelt.
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  • Ein gefährdeter Rotmilan wird gerade in der Tierklinik Blaichach behandelt.
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Einen seltener Patient wird aktuell in der Tierklinik in Blaichach behandelt. Normalerweise gehen dort Hunde und Katzen ein und aus, doch diesmal ist ein gefährdeter Greifvogel in der Klinik zu Gast. "Wir haben vor zehn Tagen einen Rotmilan zu uns bekommen. Zwei Jungs haben beobachtet, wie der Greifvogel in den Bäumen gestartet ist und dann senkrecht in einen Bach abgestürzt ist. Sie haben ihn dann sofort zu uns in die Klinik gebracht", erklärt die 26-jährige Tierärztin Lisa Röder.

Warum das Tier abgestürzt ist, können die Ärzte der Tierklinik nicht sagen. "Wir vermuten, dass das Tier einen Schock erlitten hat. Vielleicht ist er in eine Stromleitung geflogen oder gegen etwas anderes", so die 26-Jährige. "Als der Vogel in der Klinik eintraf, stand es nicht gut um ihn. Wir haben ihn sofort geröntgt, er bekam Medikamente und Infusionen. Sein Kopf hing nur noch da und er bewegte sich kaum. Doch jetzt, 10 Tage später, erholt er sich langsam und wird auch wieder aktiver", sagt die junge Tierärztin. Aktuell ist der Rotmilan in einem großen Käfig untergebracht und wird versorgt.

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Mit einer Körpergröße von bis zu 70 Zentimetern und einer Spannweite von bis zu 165 Zentimetern ist der Rotmilan nach See- und Steinadler unser größter heimischer Greifvogel. Der Rotmilan lebt oft in hügeligem oder bergigem Gelände, geschlossene Waldgebiete meidet der Greifvogel aber. Doch seine Art ist in Gefahr. In Deutschland gibt es Schätzungsweise noch rund 10.500-13.000 Brutpaare. Auch in Bayern ist er schon in die zweithöchste Kategorie der Roten Liste aufgerückt - unter die "stark gefährdeten" Arten.

Jedes Jahr sterben viele Tiere, weil sie gegen Stromleitungen oder Windräder fliegen oder bei einem Unfall durch ein Auto oder einen Lkw erfasst werden. Aber auch die Brut ist oft in Gefahr, so kommt es oft zur Brutaufgabe, da der Vogel durch Waldarbeiten oder Freizeitaktivitäten gestört wird.

Doch die Chancen, dass es das Tier schafft, stehen gut. "Mittlerweile frisst der Vogel wieder selber und wollte sogar schon wieder fliegen, sobald wir merken, dass das Tier wieder fit genug ist, werden wir ihn wieder in die Freiheit entlassen", so Tierärztin Lisa Röder. Vor Kurzem erst wurde in der Tierklinik Blaichach ein Fuchsbaby abgegeben, das sich inzwischen in einer kleinen Fuchsfamilie befindet. Tierpflegerin Stephanie Schwarz hatte außerdem einen Waldkautz, der vor wenigen Wochen in der Klinik abgegeben wurde, wieder mit seiner Mutter vereint.

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