Artenvielfalt
Warum der Bauhof in Betzigau Blumen mäht

Stefan Pscherer vom Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten erklärt in Betzigau regionalen Bauhofmitarbeitern, wie sie die Grünflächen in ihren Gemeinden nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ am besten nutzen.
  • Stefan Pscherer vom Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten erklärt in Betzigau regionalen Bauhofmitarbeitern, wie sie die Grünflächen in ihren Gemeinden nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ am besten nutzen.
  • Foto: Matthias Becker
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Die Empörung ist groß: Schon wieder mäht der Bauhof die schöne Blumenwiese – und nimmt damit Bienen und anderen Insekten ihren Lebensraum und ihre Futterquelle, schimpfen manchmal Bürger. In Zeiten nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ für viele ein Unding. Aber: „Den Leuten fehlt es oft am Grundverständnis“, sagte Bernd Brunner, Kreisfachberater für Gartenbau. Er ist einer der fünf Fachleute in der Grünpflege, die jüngst Vertreter regionaler Bauhöfe in Betzigau informierten, wie sie sich angesichts der Forderungen nach mehr Artenvielfalt auf öffentlichen Flächen am besten verhalten. Dabei wurde eines deutlich: Die Gemeinden müssen mähen – sonst wird aus der schönsten Blumenwiese ein Grasdickicht.

Stefan Pscherer vom Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten erklärte, auf was die Kommunen nach dem Volksbegehren bei der Grünpflege achten sollten. Allgemein unterscheidet man unter anderem zwischen Fettwiesen – dichtes, hohes Gras und wenig Blumen – und Magerwiesen – wenig, niedriges Gras und viele Blumen. Während Fettwiesen einen hohen Nährstoffgehalt im Boden aufweisen, ist dieser bei Magerwiesen niedrig. Um die Blumenflächen zu vermehren, muss der Bauhof also dem Boden Nährstoffe entziehen. „Wir regulieren den Nährstoffgehalt über die Mahd (das Mähen)“, erklärte Pscherer. Häufiges Mähen reduziere die Nährstoffe, bis nach ein paar Jahren aus fetten Graswiesen magere Blumenwiesen werden.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 17.07.2019.

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Autor:

René Buchka aus Kempten

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