Tatverdächtiger in Haft
Nach Messer-Angriff in Bad Wörishofen: Alle Frauen außer Lebensgefahr

Küchenmesser (Symbolbild)
  • Küchenmesser (Symbolbild)
  • Foto: Camilla Schulz
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

+++Update am 25. Mai, 17:50 Uhr+++

Laut Polizei konnte die Lebensgefährtin des Tatverdächtigen aus der stationären Behandlung entlassen werden. Dagegen sind die beiden anderen Frauen schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und befinden sich in einer Klinik. Sie sind beide momentan noch nicht vernehmungsfähig.

Der Tatverdächtige äußert sich weiterhin nicht zum Tatvorwurf, er sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl lautet auf dreifachen versuchten Totschlag.

Bezugsmeldung:

Ein 47-jähriger Mann soll am frühen Sonntagmorgen drei Frauen in einem Mehrfamilienhaus in einem Bad Wörishofener Ortsteil mit einem Messer teils schwerst verletzt haben. Wie die Polizei mitteilt, kamen die drei Verletzten in verschiedene Kliniken. Der gesundheitliche Zustand der drei Frauen ist aktuell noch ungewiss.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen war vermutlich ein Familienstreit Hintergrund des Messer-Angriffs. Laut Polizei fügte der Mann seiner 35-jährigen Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung und ihrer ebenfalls anwesenden 63-jährigen Mutter mehrere Stichverletzungen mit einem Küchenmesser zu. Der 47-Jährige verletzte die 63-Jährige zudem durch massivste Schläge.

Die 8-jährige Tochter der Lebensgefährtin flüchtete im Verlauf der Auseinandersetzung zu einer 38-jährigen Nachbarin im Haus. Sie befand sich wegen des lautstarken Angriffs bereits im Treppenhaus. Auch die Nachbarin verletzte der Tatverdächtige mit dem Messer schwer.

Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort im Einsatz. Die Polizisten nahmen den 47-jährigen Tatverdächtigen ohne Gegenwehr vorläufig fest, teilt die Polizei mit. Unter anderem ein Rettungswagen brachte die drei Frauen in verschiedene Kliniken, teilweise waren Notoperationen nötig. "Über den Gesundheitszustand der Opfer können derzeit noch keine validen Aussagen getroffen werden", erklärt die Polizei in einer Mitteilung. Über das Jugendamt des Landratsamtes wurde sofort eine Betreuung für das 8-jährige Kind eingeleitet.

Noch in der Nacht hat die Kripo Memmingen die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat übernommen. Am Tatort laufen nach Angaben der Polizei derzeit umfangreiche Maßnahmen zur Spurensicherung. Das für Kapitaldelikte zuständige Fachkommissariat der Memminger Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der des dreifachen versuchten Totschlags dringend Tatverdächtige wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen am Montag, 25. Mai, der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Memmingen zum Erlass eines Untersuchungshaftbefehls vorgeführt, so die Polizei weiter.

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