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200. Geburtstag von Sebastian Kneipp
Holetschek: Naturheilverfahren können auch bei Corona-Langzeitfolgen helfen

Der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek: "Kneipp kann bei Corona-Spätfolgen helfen."
  • Der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek: "Kneipp kann bei Corona-Spätfolgen helfen."
  • Foto: picture alliance/dpa | Matthias Balk
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Helfen Naturheilverfahren gegen Corona-Langzeitfolgen? Bayerns Gesundheitminister Klaus Holetschek ist überzeugt: Der naturmedizinische Ansatz von Sebastian Kneipp (1821-1897) kann auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hilfreich sein. "Die Corona-Pandemie zeigt uns, was das Wichtigste für jede und jeden von uns ist: unsere Gesundheit – und zwar in allen Facetten. Kneipps Ansatz einer ganzheitlichen Medizin ist damit aktueller denn je", so Holetschek am Sonntag mit Blick auf den 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp am Montag, 17. Mai.

Kneipp-Therapie soll nicht ungenutzt bleiben

Kneipp sei ein "Pionier auf dem Gebiet der Naturheilkunde, ein Visionär der Prävention und Gesundheitsvorsorge" gewesen, so Holetschek. "Einerseits müssen wir bei der akuten Corona-Infektion alle Möglichkeiten der modernen Medizin nutzen. Andererseits dürfen wir auch komplementäre, traditionelle Heilverfahren wie die Kneipp-Therapie nicht ungenutzt lassen, um bei möglichen Langzeitfolgen einer Corona-Infektion zu helfen."

Bad Wörishofen feiert Kneipp-Geburtstag

Besondere Bedeutung haben die Ausführungen Holetscheks für die Unterallgäuer Kurstadt Bad Wörishofen, wo Sebastian Kneipp über 40 Jahre lang gewirkt hat. Bad Wörishofen feiert ab Montag den 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp mit einem hauptsächlich virtuellen Festprogramm. Holetschek hat zu Bad Wörishofen eine besondere Verbindung: Von 2003 bis 2015 war er hier CSU-Ortsvorsitzender, von 1996 bis 2002 Stadtrat und von 2002 bis 2013 sogar Bürgermeister von Bad Wörishofen.

Das können Corona-Spätfolgen sein:

Als "Post-COVID-Syndrom" oder "Long COVID" bezeichnet man langanhaltende Krankheitssymptome, die nach einer akuten COVID-19-Erkrankung auftreten. Zu den möglichen Spätfolgen gehören Lungenfunktionsstörungen, Herzbeschwerden, geringere Leistungsfähigkeit, Schmerzen, Fatigue und Erschöpfungszustände sowie psychische Beschwerden wie Depressionen oder Angstzustände. Laut Gesundheitsministerium schätzen Fachleute, dass etwa zehn Prozent aller Corona-Infizierten mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben dürften. Das entspräche in Bayern aktuell rund 62.000 Menschen. Die Dunkelziffer könnte höher sein.

Holetschek will sich dafür einsetzten, Naturheilverfahren stärker wissenschaftlich in den Fokus zu nehmen. "Noch mehr gesicherte Erkenntnisse über die Naturheilverfahren helfen uns, diese gewinnbringend und ergänzend zur Schulmedizin einzusetzen", so Holetschek.

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