Oberlandesgericht München
Nach schwerem Skiunfall am Oberjoch: Kläger erhält Schmerzensgeld

Symbolbild.

Nach einem schweren Skiunfall im Januar 2014 forderte der Verunfallte zunächst über 500.000 Euro von den Bergbahnen am Oberjoch. Der Skifahrer hatte sich bei einem Sprung über eine Schanze und der anschließenden Landung in einem Luftkissen eine schwere Wirbelverletzung zugezogen und ist seitdem vom Hals abwärts gelähmt.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, hat das Oberlandesgericht München in einem Berufungsverfahren nun entschieden, wie viel Schmerzensgeld der Verunfallte erhält. Im Januar 2018 hatte das Landgericht Kempten zunächst die Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche des Klägers abgewiesen.  Das OLG kam zu dem Schluss, dass der Bergbahnbetreiber seiner Verkehrssicherungspflicht nicht im erforderlichen Maße nachgekommen sei. Der Kläger sei nicht hinreichend über die Risiken eines Rückwärts-Saltos an der Sprungschanze aufgeklärt worden. 

Das OLG München legte laut BR  deshalb fest, dass die Bergbahn Hindelang dem Skifahrer Schmerzensgeld in Höhe von 280.000 Euro bezahlen muss. Ursprünglich hatte er Schmerzensgeld in Höhe von 500.000 Euro gefordert.

Außerdem soll der damals 45-Jährige eine lebenslange monatliche Schmerzensgeldrente in Höhe von 350 Euro, beginnend ab Februar 2014 bekommen. Für zwei Drittel der materiellen Schäden aus dem Unfall, wie Rollstuhl oder Hausumbau, sowie das Schmerzensgeld muss die Bergbahn Hindelang ab Juli 2019 aufkommen.

Autor:

Camilla Schulz aus Memmingen

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