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Heimatreporter-Beitrag
Gesundheit - Wer hätte das gedacht? Corona, Mobilfunk und das Immunsystem

Redaktioneller Hinweis: Dies ist ein Heimatreporter-Beitrag. Er spiegelt die Meinung des Verfassers wider.

Ein gut funktionierendes Immunsystem ist nicht nur in Zeiten von Corona wichtig, sondern sollte uns so lange wie möglich durchs Leben begleiten.
Oftmals ist es auch die Antwort darauf, warum manche Menschen von einer Krankheit getroffen werden und andere nicht. Grund genug also, um sich gut um die körpereigene Immunabwehr zu kümmern.

Was hat aber Mobilfunk nun mit dem Immunsystem zu tun?

Schon vor der Corona-Krise wurde die Wirkung von Funkstrahlung auf das Immunsystem untersucht. Man fand heraus: Längerfristige Bestrahlung durch Funkwellen hemmt die Immunabwehr, während kurzfistige einen leicht stimulierenden Effekt hat.
Eine wichtige Rolle spielen hier die Calcium-Kanäle in der schützenden Membran, die unsere Zellen umgibt. Unter Funkstrahlung öffnet sich ein Teil davon. Auch Viren – hier wurde speziell ein naher Verwandter des aktuellen Corona-Virus untersucht – öffnen die Calcium-Kanäle, um ihre Replikation zu ermöglichen. Auch wenn dringend noch weiter Forschung zu diesem Zusammenhang nötig ist, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass es gerade jetzt sehr wichtig wäre, vorsorglich seine eigene Strahlenbelastung zu minimieren. Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste und unsere Gesundheit ist ein wenig mehr Achtsamkeit in jedem Fall wert!
Auch lösen Mobilfunkwellen oxidativen Stress in unseren Körperzellen aus, was ebenfalls das Immunsystem schwächt und die Vermehrung von Viren erleichtern kann.
Vor allem Kinder sind besonders anfällig für die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung und sollten besonders geschützt werden, genauso wie Menschen, die bereits an Vorerkrankungen leiden.

Gerade in Zeiten wie der heutigen, in denen ein einziger Virus die Menschheit die ganze Welt in Atem hält, sollten nicht nur gute Hygiene und Vorsorge für Risikogruppen eingehalten werden. Es braucht auch ein Bewusstsein dafür, was das Immunsystem schwächt und die Anfälligkeit gegenüber dem Virus erhöhen kann. Elektromagnetische Strahlung von Handys, Smartphones, Bluetooth, Schnurlostelefone, WLAN und zukünftig auch 5G sollte daher der eigenen Gesundheit und der unserer Mitmenschen zuliebe so gut wie möglich vermieden und überall sonst drastisch reduziert werden. Das ist auch gar nicht schwierig:

Intelligente Alternativen

Statt mit WLAN lässt sich am PC oder Laptop über Kabel strahlungsfrei, um einiges schneller und störungsfreier als mit WLAN im Netz surfen, pro Router sind sogar mehrere Kabelanschlüsse möglich. Auch für Smartphones und Tablets gibt es passende Adapter, sodass auch diese, zumindest zu Hause und wenn die mobilen Daten ausgestellt wurden, über Kabel nutzen lassen. Funkende „smarte“ Geräte für Haushalt und Freizeit wie z. B. Smart-Watches oder Drucker mit eingebautem WLAN sind ebenfalls unterschätzte Stahlenquellen und sollten am besten ganz vermieden werden. Wer schon einen Drucker mit WLAN besitzt, kann ihn einfach in der Zeit, in der er nicht gebraucht wird, vom Stromnetz trennen, da er sonst auch im ausgeschalteten Zustand noch funken kann. Das gilt auch für Fernseher, Festnetztelefone und DECT-Telefone. Eco-Modelle oder Schnurtelefone leisten für normale Telefongespräche zu Hause gute Dienste und im Normalfall reicht es auch, unterwegs das Handy nicht durchgehend eingeschaltet zu lassen, sondern einfach nur in regelmäßigen Abständen Nachrichten abzurufen. Alternativ können die mobilen Daten deaktiviert oder der Flugmodus genutzt werden. Das vermeidet Strahlung zwar nicht, verringert sie aber stark.
Beim Telefonieren mit dem Handy auf guten Empfang achten, also z. B. nicht in Keller, Auto oder Bus, da das Gerät ansonsten besonders stark strahlt, um die Verbindung aufrecht zu erhalten.

Für Innenräume bietet sich zudem LiFi an, das ist Internet, welches durch Licht übertragen wird und sich bereits erfolgreich in Konferenzräumen, in Fabriken und Flugzeugen anwenden lässt. Die Forschung an dieser vielversprechenden Alternative läuft auf Hochtouren, ebenfalls wird eventuell bald der Einsatz auch draußen, beispielsweise in Straßenlaternen und in Privaträumen, möglich sein.

Quellen: Miller AB, Sears ME, Morgan LL, Davis DL, Hardell L, Oremus M, Soskolne CL (2019) Risks to Health and Well-Being From Radio-Frequency Radiation Emitted by Cell Phones and Other Wireless Devices. Front. Public Health 7:223. doi: 10.3389/fpubh.2019.00223, S. 5.

https://klaus-buchner.eu/5g-schwaecht-das-immunsystem-in-zeiten-der-corona-krise/, abgerufen am 03.04.2020.

https://fachportal-gesundheit.de/oxidativer-stress/#Gesundheitliche_Schaeden_durch_oxidativen_Stress, abgerufen am 05.04.2020.

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